Wirtschaft : Finanzierung der Mitarbeiter-Prämien - Höherer Gewinn erwartet

Der Softwarekonzern SAP AG rechnet für das laufende Jahr mit einem höheren Überschuss als 1999 und hält ungeachtet eines schwächeren ersten Quartals auch an der mittelfristigen Geschäftsprognose fest. Vorstandssprecher Henning Kagermann sagte auf der Hauptversammlung des Unternehmens am Freitag in Mannheim, in der Summe dürfte der Gewinn nach Steuern 2000 höher ausfallen als im vergangenen Jahr. 1999 hatte SAP bei einem Umsatz von 5,11 Milliarden Euro einen Überschuss von 601 Millionen Euro erzielt. Der zweite Vorstandssprecher Hasso Plattner sagte, SAP sei aus seiner Sicht sehr gut aufgestellt. Die neue Internet-Plattform mySAP.com habe ein großartiges Potenzial.

Kagermann bekräftigte trotz eines verhaltenen Umsatzzuwachses um zehn Prozent im ersten Quartal die Prognose, wonach der Umsatz bis 2001 ausgehend von 1998 verdoppelt werden solle. "Dabei wird die Steigerungsrate in 2001 voraussichtlich höher sein als in 2000." 1998 hatte SAP einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Insgesamt sollten die Kosten in diesem und im kommenden Jahr langsamer wachsen als der Umsatz, ergänzte Kagermann. Dadurch solle der operative Gewinn 2000 ohne Berücksichtigung des Mitarbeiter-Prämienprogramms Star ebenfalls zunehmen. Die Belastungen aus dem Prämienprogramm Star wiederum sollten weiter überwiegend durch Beteiligungsverkäufe ausgeglichen werden. Strategisch nachteilige Unternehmensverkäufe seien aber nicht nötig. Das Star-Programm sieht Prämien für Mitarbeiter bei Zuwächsen des Aktienkurses vor. Da sich der Kurs der Aktie im Bemessungszeitraum für das Programm von 1999 mehr als verdoppelt hatte, werden für das Programm von 1999 rund 670 Millionen Euro fällig.

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