Finanzierung : Neues Rettungspaket für die IKB geschnürt

Die KfW Bankengruppe springt für die angeschlagene Deutsche Industriebank in die Bresche. Durch den Erwerb von Aktien könnten dem Unternehmen damit rund 1,25 Milliarden Euro zufließen. Doch die Pläne wurden bereits im Vorfeld scharf kritisiert.

IKB
Gerettet? Für die IKB gibt es neue Pläne. -Foto: dpa

Düsseldorf Das erweiterte Rettungspaket für die angeschlagene Mittelstandsbank IKB ist geschnürt. Der ordentlichen Hauptversammlung Ende März werde eine Barkapitalerhöhung von bis zu gut 1,48 Milliarden Euro vorgeschlagen, teilte die IKB mit. Unter einer Barkapitalerhöhung versteht man die Erhöhung des Eigenkapitals zur Finanzierung eines Unternehmens. Bei einer Aktiengesellschaft geschieht dies durch die Ausgabe junger Aktien .Die bundeseigene KfW habe zugesagt, so viele Aktien zu übernehmen, dass der IKB mindestens 1,25 Milliarden Euro zufließen.

Die Pläne waren bereits in den vergangenen Tagen bekannt geworden und wegen des weiteren Engagements des Bundes zum Teil scharf kritisiert worden. Die IKB hatte sich mit US-Immobilienkrediten schwer verspekuliert. Im Sommer und Ende 2007 wurden bereits zwei Rettungspakete geschnürt. Bislang hatten die Rettungsmaßnahmen ein Volumen von rund 7,6 Milliarden Euro. Davon trägt die KfW mit gut sechs Milliarden die Hauptlast.

Die IKB gab zugleich die korrigierten Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2006/07 bekannt. Der Überschuss wurde durch 141,8 Millionen auf 37,9 Millionen Euro reduziert, das Eigenkapital durch 206,2 Millionen auf 1,19 Milliarden Euro. Eine Dividende werde nicht gezahlt. (liv/dpa)

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