Finanzierungslücken : Münchner Transrapid steht in Frage

Hat sich Stoiber zu früh gefreut? Die Finanzierung der Transrapidstrecke in München ist immer noch nicht ganz geklärt. Für Bundesverkehrsminister Tiefensee steht das Projekt weiter auf der Kippe.

Transrapid
Hat viele Feinde: Der Transrapid, heute schon auf dem Flughafen München zu bewundern. -Joerg Koch (ddp)

BerlinDer in München geplante Bau der Magnetschwebebahn Transrapid steht wegen seiner Finanzierungslücken weiter in der Kritik. Nach Bayerns neuem Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) stellte auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) das 1,85 Milliarden Euro teure Projekt in Frage. "Ich warne vor Euphorie. Die Finanzierung des Transrapid ist noch nicht geklärt", sagte Tiefensee dem "Münchner Merkur". Stoiber habe "zu früh ein Transrapid-Freudenfest veranstaltet", erklärte der Minister. Es sei noch immer offen, wer die Lücke schließe, wenn sich der Münchner Flughafen und die EU nicht mit 150 Millionen Euro an der Finanzierung beteiligten, sagte Tiefensee.

In der vergangenen Woche war schon Ministerpräsident Beckstein auf Distanz zur Münchner Transrapid-Strecke gegangen. Sollte die Trasse mehr kosten als die bislang veranschlagten 1,85 Milliarden Euro, "ist Bayern nicht mehr dabei", hatte Beckstein angekündigt. Die Landesregierung sei mit dem derzeit vereinbarten bayerischen Beitrag in Höhe von 490 Millionen Euro an die Grenze des Leistbaren gegangen. (mit AFP)

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