Wirtschaft : Finanzinvestoren wollen die Landesbank Berlin

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Berlin - Finanzinvestoren sind stark interessiert an der Landesbank Berlin (LBB). Mindestens sieben der insgesamt 19 potenziellen Käufer, die sich bis zum 5. Februar bei der Senatsverwaltung für Finanzen gemeldet haben, sind nach Informationen des „Handelsblatts“ Finanzinvestoren. Darunter Hellman & Friedman, Lone Star, Cerberus und Flowers. Allerdings erwarten Finanzkreise, dass sie sich zum Teil mit Banken verbünden werden, um bessere Chancen zu haben. Dabei werden insbesondere die WestLB und die HSH Nordbank als mögliche Partner immer wieder genannt, weile diese die zum Kauf benötigten Gelder angeblich nicht allein aufbringen könnten.

Außer der HSH Nordbank in Hamburg und der Düsseldorfer WestLB stehen aus dem öffentlich-rechtlichen Lager auch die BayernLB, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sowie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband auf der Liste der möglichen Bieter. Aus dem Lager der Privatbanken haben die Commerzbank und die Hypo-Vereinsbank eine Interessenbekundung eingereicht. Ob Postbank und Dresdner Bank dabei sind, ist unklar. An ausländischen Banken sind nach „Handelsblatt“-Recherchen unter anderem die spanische Santander und die amerikanische GE Capital vertreten.

Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) und die beratende Investmentbank UBS wählen aus den 19 Interessenten diejenigen aus, die weiter im Rennen sind und bis Ende März unverbindliche Angebote abgeben dürfen. Noch im Laufe dieser Woche sollen sie so genannte Informationsmemoranden mit detaillierteren Informationen zur LBB erhalten. In Finanzkreisen geht man davon aus, dass mindestens 15 Bieter weiter im Rennen sein werden. Die Qualität der Bewerber sei „fast durchweg sehr gut“. HB/Tsp

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