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FInanzkrise : Gefahr im Verzuge

Riesige Probleme: Giftpapiere türmen sich in den Bilanzen der Kreditinstitute. Der Staat sucht noch nach dem besten Weg der Entsorgung. Welche Möglichkeiten gibt es?

Stefan Kaiser
Gift
Achtung Gift. Die US-Regierung hat bereits den dritten Anlauf genommen, um die Altlasten der Banken zu entsorgen. -Foto: dpa

BerlinBerlin - Kaum haben die USA ihr Billionen-Dollar-Programm zum Aufkauf von Wertpapieren und Krediten präsentiert, ist auch in Deutschland die Diskussion um Bad Banks wieder in vollem Gang. Seit Wochen arbeiten Finanzministerium und Bankenrettungsfonds an einem Konzept. Es lägen zahlreiche Lösungsvorschläge auf dem Tisch, sagte ein Sprecher der Bundesbank am Dienstag. Auf dieser Basis sei es möglich, zu einer schnellen Lösung zu kommen. Laut Bundesbank-Präsident Axel Weber sollen die einzelnen Institute ihre Problempapiere aus den Bilanzen auslagern. Der Staat könne dann die finanzielle Abschirmung übernehmen, sagte Weber der „Saarbrücker Zeitung“. Wissenschaftler drängen die Politik indes zur Eile: „Bisher ist es in Deutschland nicht gelungen, die Krise im Finanzssektor zu beherrschen“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, am Dienstag in Berlin.

DAS PROBLEM

Die Wertpapiere in den Bilanzen der Banken haben dramatisch an Wert verloren. Dies betrifft nicht mehr nur Anleihen, die mit amerikanischen Immobilienkrediten besichert sind, sondern zunehmend auch andere Papiere, bis hin zu Staatsanleihen. Weil die Banken die Papiere ständig zum aktuellen Marktwert bilanzieren müssen, sind jedes Quartal neue Abschreibungen fällig. Damit schrumpft auch das Eigenkapital der Banken. Und ohne ausreichendes Eigenkapital können die Banken nicht mehr so viele Kredite an Unternehmen vergeben. Im schlimmsten Fall droht sogar die Schließung der Bank durch die Finanzaufsicht.

Um die Abwärtsspirale aus Abwertung und Eigenkapitalverlust zu stoppen, werden verschiedene Modelle diskutiert.

DAS US-MODELL

Die US-Regierung hat am Montag bereits den dritten Anlauf für die Entsorgung des Finanzmülls genommen. Das Modell von Finanzminister Timothy Geithner sieht die Versteigerung der riskanten Papiere vor. Damit sich auch Käufer finden, hilft der Staat großzügig nach. Gemeinsam mit privaten Investoren gründet er Fonds, die die Papiere kaufen sollen. Die Fonds werden je zur Hälfte mit privaten und öffentlichem Geld ausgestattet. Bis zu 100 Milliarden Dollar an Staatsgeldern sollen dafür fließen. Doch das ist längst nicht alles. Der Staat stellt den Fonds nämlich zusätzlich Kredite bereit beziehungsweise bürgt für sie. Am Ende ist das Risiko für den Steuerzahler dadurch um ein Vielfaches höher als das Risiko für die privaten Investoren. Für Deutschland kommt ein solches Modell kaum infrage, da die Politik auf eine gerechte Lastenverteilung zwischen Staat und Banken dringt. Auch Ökonomen kritisieren den Plan: „Er macht die Banken reicher und die Steuerzahler ärmer“, sagt der Chef des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn. Die Alternative dazu sei vielmehr der britische Weg.

DAS BRITISCHE MODELL

Großbritannien hat viele Banken teilverstaatlicht und setzt darauf, dass sie die Wertpapiere in ihren Bilanzen behalten und nicht in eine Bad Bank auslagern. Die Institute sollen ihren gesamten Bestand an sogenannten toxischen Wertpapieren offenlegen. Der Staat bietet ihnen dann gegen Gebühr eine Versicherung an, die einen Großteil weiterer Verluste abdecken soll. Um keine Anreize für hohe Verluste zu geben, sollen jedoch auch die Banken über eine Selbstbeteiligung, ähnlich wie in der Kfz-Versicherung, einen Teil des Schadens selbst tragen.

DER VORSCHLAG DES DIW

Das DIW schlägt vor, die Banken zur Abgabe ihrer faulen Papiere zu zwingen. Alles, was mit dem US-Immobilienmarkt zu tun hat, soll raus aus den Bilanzen und rein in eine Bad Bank – und zwar zum Preis von null Euro. Um die Kapitallöcher zu stopfen, die durch eine solche Radikalabschreibung in den Bankbilanzen entstehen, soll der Staat bei den Banken einsteigen und frisches Kapital zuschießen. 200 bis 300 Milliarden Euro werde dies kosten, meint DIW-Präsident Zimmermann. Das sind vergleichsweise hohe Anfangsinvestitionen. Das Modell sieht jedoch vor, dass der Staat das Geld durch einen späteren Verkauf seiner Bankanteile wieder reinbekommt.

DER VORSCHLAG DER BANKEN

Der Bundesverband deutscher Banken hatte einen Mobilisierungsfonds vorgeschlagen, der die toxischen Papiere übernimmt und weiterverwertet. Dabei soll für jede Bank ein eigenes Konto geführt werden. Verluste aus der Verwertung der Papiere sollen die Banken teilweise aus späteren Gewinnen abstottern.

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