Finanzkrise : Griechischer Schuldenrückkauf bringt knapp 32 Milliarden

Das griechische Programm für den Rückkauf von Staatsanleihen hat nach offiziellen Angaben 31,9 Milliarden Euro erzielt. Ein Erfolg des Schuldenrückkauf-Programms galt im Vorfeld als elementarer Baustein der neuen Rettungsmaßnahmen für Athen.

Durch den Schuldenrückkauf scheint der Weg zu neuen Hilfen für Griechenland frei.
Durch den Schuldenrückkauf scheint der Weg zu neuen Hilfen für Griechenland frei.Foto: dpa

Griechenland hat bei dem wichtigen Schuldenrückkauf Anleihen im Wert von 31,9 Milliarden Euro angedient bekommen und damit mehr als zunächst geplant. Das Land werde alle Schulden aufkaufen sofern der Euro-Rettungsfonds EFSF zusätzlich 1,29 Milliarden Euro Finanzierungshilfe leisten würde, teilte die Schuldenagentur Griechenlands am Mittwoch mit.

Die internationalen Geldgeber haben für die Transaktion zehn Milliarden Euro zur Seite gelegt. Es würden aber 11,29 Milliarden Euro benötigt, um alle Angebote annehmen zu können, hieß es aus Griechenland. Die Papiere würden mit einem Durchschnittspreis von 33,8 Cent je Euro Nennwert gekauft.

Die Anleihenbesitzer hatten bis Dienstag, 13 Uhr (MEZ) Zeit, um das Rücknahmeangebot zu akzeptieren. Angepeilt waren 30 Milliarden Euro. Die Frist war verlängert worden, um das angestrebte Volumen doch noch zu erreichen. Ein Erfolg ist Voraussetzung für weitere Finanzhilfen der Euro-Partner.

„Technisch ist das ein Erfolg. Nun müssen die Geldgeber das Ganze politisch absegnen“, sagte ein Mitarbeiter des Athener Finanzministeriums am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Die Finanzminister der Eurogruppe sollen nun am Donnerstag entscheiden, woher das zusätzliche Geld kommen soll.

Mit dem Rückkauf wird Athen seinen Schuldenberg um etwa zehn Prozent des Bruttoinlandproduktes reduzieren. Geplant waren elf Prozent. Die Kassenhüter des Eurolandes werden an diesem Donnerstag (13.12.) endgültig die nächste Riesentranche der zugesagten Hilfe in Höhe von knapp 44 Milliarden Euro freigeben. Davon ging man am Mittwoch in Athen aus. (dpa/Reuters)

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