Finanzkrise : Sarrazin hält Landesbanken für "überflüssig"

Im Zuge der Finanzkrise haben sich die Landesbanken verspekuliert und sind zum Teil hoch verschuldet. Der Berliner Finanzsenator Sarrazin hat eine Idee, wie solch ein Debakel künftig zu verhindern ist: Er will die Institute langfristig einfach abschaffen.

Thilo Sarrazin Foto: Rückeis
Finanzsenator Thilo Sarrazin macht sich Gedanken über die Zukunft der Landesbanken. -Foto: Rückeis

Düsseldorf/BerlinBerlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat sich für die Abwicklung oder den Verkauf der Landesbanken in Deutschland ausgesprochen. Zur Unterstützung der Sparkassen sei bundesweit "nur eine einzige Landesbank" notwendig, sagte er der "Rheinischen Post".

Zur Begründung verwies er auf den Verkauf der Berliner Landesbank vor rund zwei Jahren. "Der deutsche Sparkassenverband hat 2007 die Berliner Landesbank für 5,3 Milliarden Euro erworben, damit sind alle übrigen Landesbanken für Sparkassenzwecke überflüssig geworden und können insoweit abgewickelt beziehungsweise fusioniert und irgendwann an private Interessenten verkauft werden", sagte Sarrazin.

Medienberichten zufolge steht Sarrazin vor einem Wechsel in den Vorstand der Bundesbank. Die Entscheidung darüber sei in Berlin bereits gefallen. Offen sei noch, welche Aufgaben er dort ab 1. Mai übernehmen soll. (sf/ddp)

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