Finanzkrise : Schweden schnürt Rettungspaket

Im Zuge der internationalen Finanzkrise tritt nun auch Schwedens Regierung auf den Plan und legt ein milliardenschweres Notprogramm für die heimische Finanzbranche auf. Mit umgerechnet 152 Milliarden Euro soll die Liquidität angeschlagener Banken gewährleistet werden.

StockholmMit Schweden hat ein weiteres europäisches Land ein Rettungspaket für seine Finanzbranche geschnürt. Wie die Regierung am Montag in Stockholm erklärte, will sie ihren in Not geratenen Banken mit einem 1,5 Billionen Kronen (152 Milliarden Euro) schweren Garantieprogramm unter die Arme greifen. Aus diesem Topf sollen Banken mit Liquiditätsengpässen Kredite gewährt werden; sie müssen dazu aber Beschränkungen bei Lohnerhöhungen und Manager-Boni in Kauf nehmen. Zusätzlich will die schwedische Regierung einen Stabilitätsfonds im Umfang von 15 Milliarden Kronen (1,5 Milliarden Euro) ins Leben rufen. Er soll angeschlagene Banken künftig vor der Insolvenz retten.

Nach Angaben der schwedischen Nachrichtenagentur TT soll das Rettungspaket in einer Woche vom Parlament gebilligt werden und anschließend in Kraft treten. Stockholm hatte bereits während der schwedischen Bankenkrise Anfang der 90er Jahre ein ähnliches Hilfsprogramm für seine Banken beschlossen. An diesem orientierten sich nun wiederum in der aktuellen Krise der britische Premierminister Gordon Brown und die US-Regierung. Großbritanniens Rettungspaket diente dann wiederum als Vorbild für ähnliche Aktionspläne in Europa, auch in Deutschland. (iba/AFP)

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