Finanzkrise : US-Hypothekenfirma schickt ihre Mitarbeiter nach Hause

Die US-Hypothekenkrise zieht weiter ihre Kreise: der große Kreditvermittler First Magnus Corporation wirft das Handtuch und vergibt keine Kredite mehr. Die Belegschaft wurde erheblich reduziert und ein Insolvenzverfahren könnte ins Haus stehen.

New YorkDer große US-Hypothekenvermittler First Magnus Corporation hat seine Geschäfte eingestellt. Es würden keine neuen Kredite mehr vergeben, teilte First Magnus den Kunden und den mit ihr im ganzen Land zusammenarbeitenden Hypotheken-Maklern in einer Erklärung auf ihrer Web-Seite mit. First Magnus könnte nach US-Medienberichten möglicherweise ein Insolvenzverfahren beantragen.

First Magnus hat nach einem Bericht des "Business Journal of Phoenix" 5000 Mitarbeiter und hat in den gesamten USA Kredite vergeben. Die Mehrzahl der Mitarbeiter soll am Donnerstag nach Hause geschickt worden sein. Trotz der Bemühungen, das normale Geschäft fortzusetzen, sei man an einem Punkt angelangt, an dem die Belegschaft erheblich reduziert werden müsse, hieß es nach Darstellung der Zeitung in einer E-Mail an die First-Magnus-Mitarbeiter. "Dies bedeutet für die meisten von ihnen, dass Donnerstag der letzte Beschäftigungstag ist", zitierte die Zeitung aus der Mitteilung.

Das Unternehmen, das zu den größten nicht an der Börse gehandelten amerikanischen Hypothekenanbietern gehört, begründete dies "mit dem Kollaps des sekundären Hypothekenmarktes". In anderen Worten: First Magnus konnte sich keine Mittel mehr zur Kreditvergabe beschaffen. Inzwischen haben zahlreiche US-Hypothekenbanken und -firmen angesichts der beispiellosen Finanzkrise Insolvenzverfahren beantragt oder ihre Kreditvergabe ganz eingestellt. (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben