Wirtschaft : Finanzkrisen machen Degussa zu schaffen

FRANKFURT (MAIN) .Mit dem weltweit verschlechterten Konjunkturklima ziehen auch über dem Frankfurter Chemie- und Pharmakonzern Degussa dunkle Wolken auf.Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 1998/99 (30.September) ging der Konzernumsatz aufgrund der Finanzkrisen in Asien, Rußland und Brasilien um 13 Prozent auf 3,4 Mrd.DM zurück.Das Ergebnis vor Ertragssteuern sank um neun Prozent auf 132 Mill.DM.Dies teilte die Degussa AG am Montag während ihrer Hauptversammlung in Frankfurt mit.Der Kurs der Degussa-Aktie gab an der Frankfurter Wertpapierbörse wegen der schlechten Zahlen deutlich nach.

Kräftig Federn lassen mußte von Oktober bis Ende Dezember 1998 der Handel mit Edelmetallen.Der Umsatz in dieser Sparte sackte um 24 Prozent auf 816 Mill.DM ab.Hier schlugen sich vor allem die Mengenrückgänge infolge der Asienkrise nieder.Auch die Sparte Chemieprodukte spürte die geringere Auslandsnachfrage.

Dennoch sieht sich das Unternehmen für die Zukunft gut gerüstet: Die Verschmelzung mit der Hüls AG zu einem der größten deutschen Chemieproduzenten stärke Marktposition und Wachstumschancen.1998/99 werde Degussa-Hüls "ein Ergebnis auf gutem Niveau" erzielen, berichtete das Unternehmen.Die endgültige Freigabe der Fusion durch die US-Kartellbehörden wird noch im Januar erwartet.Unmittelbar danach werde das neue Unternehmen Degussa-Hüls ins Handelsregister eingetragen.An die Stelle des Handels mit Degussa-Papieren trete der Handel mit Umtauschrechten.Die neu ausgegebenen Dividendentitel der Degussa-Hüls AG werden voraussichtlich erstmals am 8.Februar an den Börsen in Frankfurt und Düsseldorf notiert.Bereits auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Dezember 1998 hatten die Degussa-Aktionäre grünes Licht für die Fusion gegeben.

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