Finanzpolitik : US-Notenbank hebt Leitzinsen auf 5,0 Prozent

Die US-Notenbank (Fed) hat die Leitzinsen am Mittwoch wie erwartet erneut angehoben und hält sich die Tür für weitere Erhöhungen offen.

Washington - Der Offenmarktausschuss setzte in Washington zum 16. Mal in Folge den Satz für Tagesgeld um 25 Basispunkte auf 5,00 Prozent herauf, dem höchsten Stand seit 2001. Der Zinssatz hatte im Juni 2003 den historischen Tiefstand von 1,0 Prozent erreicht.

Die Fed schloss weitere Zinserhöhungen nicht aus, obwohl US-Notenbankchef Ben Bernanke vor kurzem eine bevorstehende Zinspause angedeutet hatte. Neue Zinserhöhungen seien von der Konjunkturentwicklung abhängig, so die Notenbank.

«Das wirtschaftliches Wachstum war in diesem Jahr recht stark», betonte die Fed. Dies bedeute aber auch - verstärkt durch höhere Energie- und Rohstoffpreise - weiterhin eine Gefahr für die Preisstabilität. Die Fed erwartet in den kommenden Monaten ein etwas schwächeres Wachstum der nach wie vor boomenden US-Wirtschaft. Ziel sei es, die Inflation im Griff zu behalten, ohne die Konjunktur abzuwürgen.

Die auf Jahresbasis errechnete Inflationsrate lag in den USA im März bei 3,4 Prozent. Die jetzt einstimmig beschlossene Zinserhöhung war die zweite in der Amtszeit von Bernanke, der im Januar die Fed-Führung von Allen Greenspan übernommen hatte. Als erste Reaktion auf die Zinserhöhung fielen an der Börse der Wall Street in New York die Aktienkurse. (tso/dpa)

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