Wirtschaft : Finanzspritze für Douglas

Konzern investiert eine halbe Milliarde Euro.

Frankfurt am Main - Der Konzern Douglas will in den kommenden fünf bis sieben Jahren bis zu eine halbe Milliarde Euro in die Expansion seiner Parfümeriekette investieren. Diese Summe stellten die Gesellschafter der Douglas Holding – die Familie Kreke und der Finanzinvestor Advent International – dem Management zur Verfügung, um die europäische Marktführerschaft des Parfümerie-Geschäfts auszubauen, sagte Bereichschef Manfred Kroneder am Dienstag in Frankfurt am Main. Das Kapital soll unter anderem für Zukäufe im In- und Ausland genutzt werden. Außerdem sollen neue Filialen eröffnet und bestehende modernisiert werden. Auch der Ausbau des Onlinegeschäftes ist ein Schwerpunkt. „Wir sind der Überzeugung, dass Douglas bereit ist für den nächsten Schritt“, sagte Kroneder. Die neue Gesellschafterstruktur eröffne dem Douglas-Management einen größeren finanziellen Spielraum.

Bislang belaufe sich das Investitionsvolumen der Parfümeriekette, die bereits rund 1200 Filialen in 18 Ländern Europas betreibt, auf 60 Millionen Euro pro Jahr. Das frische Kapital sei für einen Zeitraum von fünf bis sieben Jahren vorgesehen. Im europäischen Ausland soll ein Franchise-System mit selbstständigen Händlern die Position des Konzerns stärken. Eine Expansion nach Asien oder Südamerika sei derzeit nicht geplant, hieß es.

Die Parfümeriekette Douglas mit Sitz in Hagen erzielte in ihrem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von gut 1,9 Milliarden Euro. Sie beschäftigt mehr als 14 000 Mitarbeiter. Die Geschäfte mit Düften und Kosmetik sind das Zugpferd des westfälischen Handelskonzerns, der 2012 vom Finanzinvestor Advent und der Gründerfamilie Kreke übernommen wurde. Zur Douglas Holding gehören neben den gleichnamigen Parfümerien der Schmuckhändler Christ, der Buchhändler Thalia, die Modekette Appelrath-Cüpper und der Süßwarenhändler Hussel. Zu Berichten, Douglas sei an der französischen Kette Nocibe interessiert, wollte Kroneder am Dienstag keine Stellung nehmen.dpa

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