Wirtschaft : Finnen spielen mit dem Feuer

London - Der finnische Außenminister Erkki Tuomioja hat sich weit vorgewagt: Möglicherweise funktioniere Europa besser ohne die Euro-Zone, sagte er dem „Daily Telegraph“. Das ließ Finnlands Europaminister Alexander Stubb nicht gelten: Sein Land sei „zu 100 Prozent“ dem Euro verpflichtet und untersuche keinerlei „Weltuntergangsszenarien“, sagte er dem US-Sender CNBC. Die EU-Kommission stellte am Freitag klar, dass sie nicht an Notfallplänen für den Austritt Griechenlands oder eines anderen Euro-Landes arbeite. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten, darunter auch Finnland, hätten erklärt, alles zu tun, um die Unversehrtheit des Euro zu bewahren.

Finnlands Europaminister Stubb warf seinem Kabinettskollegen ein „Spiel mit dem Feuer“ vor. Tuomioja selbst ruderte zurück: Die Überschrift des „Daily Telegraph“ – „Finnland bereitet sich auf Auseinanderbrechen der Eurozone vor“ – sei missverständlich, sagte er.

„Polens Finanzminister Jacek Rostowski mahnte die Euro-Staaten am Freitag bei einem Besuch von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler in Warschau eindringlich, den Bestand der gesamten Europäischen Union nicht zu gefährden. „Ein Zerbrechen der Euro-Zone hätte katastrophale Folgen für alle Länder Europas“, sagte er. dpa/rtr

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