Wirtschaft : Firestone: US-Reifenhersteller ruft weitere Autoreifen zurück

Der US-Reifenhersteller Firestone, eine Tochterfirma des japanischen Reifenkonzerns Bridgestone, hat unter dem Druck der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde einem weiteren Rückruf von 3,5 Millionen Reifen zugestimmt. Davon befinden sich allerdings nur noch rund 768 000 im Einsatz. Bridgestone schätzte am Freitag in Tokio, dass der erneute Reifenrückruf seiner US-Tochter bis zu 30 Millionen Dollar (64,2 Millionen Mark) kosten wird. Firestone hatte bereits im vergangenen Sommer 6,5 Millionen Firestone-Reifen zurückgerufen. Ford hatte im Mai dieses Jahres eine eigene Rückrufaktion für alle 13 Millionen Wilderness AT-Reifen angekündigt, die sich auf seinen Autos befanden. Dies kostet Ford drei Milliarden Dollar. Die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) stellte in einer vorläufigen Entscheidung fest, dass es einen Defekt bei den beanstandeten Wilderness AT-Reifen gibt. Nach Angaben der Behörde soll es wegen Profilablösung bei Unfällen mit den jetzt beanstandeten Reifen 50 Verletzte und 25 Tote gegeben haben. Firestone-Firmenchef John T. Lampe bestritt die Untersuchungsergebnisse der Verkehrssicherheitsbehörde. Eine lange Konfrontation mit der NHTSA hätte aber die Qualität der Firmenprodukte in Frage gestellt und den Wiederaufbau des Unternehmens verzögert, erläuterte Lampe die Entscheidung für den Reifenaustausch. Die beanstandeten Reifen werden kostenlos ausgewechselt.

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