Firmen : Schnapsbrenner Berentzen soll verkauft werden

In Zeiten von Alkopops gelten Schnäpse wie "Doornkaat", "Strothmann" oder "Bommerlunder" als altmodisch. Die Firma Berentzen, die diese Getränke herstellt, leidet unter dem schlechten Geschäft und steht deshalb zum Verkauf. Das Problem: Keiner will sie.

Berentzen
Dem Schnapshersteller Berentzen geht es seit längerem wirtschaftlich nicht gut. -Foto: dpa

DüsseldorfDer verlustreiche Schnapsbrenner Berentzen aus dem niedersächsischen Haselünne steht laut "Handelsblatt" zum Verkauf. Unternehmenschef Axel Dahm habe dazu die Investmentbank M.M. Warburg eingeschaltet, berichtete die Zeitung am Freitag aus unternehmensnahen Kreisen. Bislang sei das Interesse allerdings gering, zitierte das "Handelsblatt" aus Verkäuferkreisen. Strategische Käufer seien für das Unternehmen mit den Marken "Berentzen Apfelkorn" oder "Dornkaat" schwer zu begeistern. Allenfalls Finanzinvestoren könnten sich interessieren.

Die Schnapsbrennerei Berentzen wurde 1758 von Johann Bernhard Tobias Berentzen gegründet und brachte Mitte der 70er Jahre Verkaufshits wie den Apfelkorn und später den "Puschkin"-Wodka auf den Markt. 1994 ging Berentzen an die Börse. Doch mittlerweile gelten die Marken "Doornkaat", "Strothmann" oder "Bommerlunder" als altmodisch. Berentzen rutschte immer tiefer in die roten Zahlen. Berentzen wird dominiert von den Familien Berentzen, Pabst, Richarz und Wolff, die sämtliche Stammaktien des Konzerns halten. Die stimmrechtslosen Vorzugsaktien des Unternehmens sind laut "Handelsblatt" breit gestreut. (ut/AFP)

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