Wirtschaft : Firmenzahlen bestimmen die Börsen Terrorschock schnell überwunden

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Frankfurt am Main/New York Die Börsianer starten optimistisch in die neue Handelswoche. Das war nach dem Terrorschock am vergangenen Donnerstag nicht unbedingt zu erwarten. Doch schon der Freitag brachte die Wende – die Ängste nach den Anschlägen wurden überwunden, und gleichzeitig sorgten einige gute Unternehmensdaten für Impulse. Per Saldo konnten wichtige europäische Indizes wie der Euro Stoxx 50 und der Dax ihre Rückschläge vom Donnerstag nahezu wettmachen; sie gewannen am Freitag 1,7 beziehungsweise 1,5 Prozent. Auch an der Wall Street machte der Dow-Jones-Index mit einem Plus von 1,4 Prozent eine gute Figur.

„Es sieht so aus, dass die Anleger wissen, mit den Folgen von Terrorangriffen umzugehen“, sagte James W. Paulson, der die Investitionsabteilung der Vermögensverwaltung Wells Capital Management leitet. An den US-Märkten standen vor allem die relativ gut aufgenommenen Arbeitsmarktzahlen sowie die guten Unternehmensdaten des weltgrößten Aluminiumherstellers Alcoa und der Consultingfirma Accenture im Mittelpunkt. Darüber hinaus zogen Technologiewerte mit steigenden Kursen die Wall Street und die Nasdaq nach oben.

In der laufenden Woche dürften wieder die jüngsten Quartalszahlen von Unternehmen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Darunter befindet sich erneut eine Reihe von Technologiefirmen. Am Montag geht es unter anderem um Alstom, Carrefour, L’Oreal, Micronas und Pepsico, zur Wochenmitte folgen ASML sowie Apple und AMD.

Am Donnerstag werden die Pharmakonzerne Novartis und United Health Group Zahlen vorlegen. Zum Wochenausklang stehen Südzucker, Samsung und der US-Konzern General Electric auf dem Terminkalender.

Relativ skeptisch schaut die Helaba Trust in die kommende Woche. Deren Fachleute sehen Enttäuschungspotenzial bei den Zwischenberichten der US-Unternehmen. „Die Gewinnausblicke sind deutlich negativer als in den vorhergegangenen Quartalen“, heißt es. Insgesamt sind in der kommenden Woche die Quartalszahlen von mehr als 20 Großunternehmen fällig. pf/ina/HB

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