Fisker : US-Regierung hilft Hersteller von E-Autos

Der amerikanische Autobauer Fisker, der auf Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieben spezialisiert ist, bekommt einen Kredit über mehr als eine halbe Milliarde Dollar von der US- Regierung.

New York/WashingtonNew York/Washington - Der amerikanische Autobauer Fisker, der auf Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieben spezialisiert ist, bekommt einen Kredit über mehr als eine halbe Milliarde Dollar von der US- Regierung. Mit dem Großteil der 528,7 Millionen Dollar solle Fisker vor allem ein familienfreundliches Plug-In-Hybridfahrzeug entwickeln, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das Fahrzeug mit dem Projektnamen Nina solle 2012 zum Preis von 39 900 Dollar auf den Markt kommen. Der Rest des Geldes solle in die abschließende Entwicklung des teureren Premium-Modells Fisker Karma fließen.

Hybrid-Fahrzeuge werden von einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektro-Motor angetrieben. Beim sogenannten Plug-In-Hybrid können die Batterien auch an der Steckdose aufgeladen werden. Die Reichweite soll bei Fisker 80 Kilometer im Batteriebetrieb betragen und über 480 Kilometer, wenn auch der Verbrennungsmotor läuft.

Vom Fisker-Modell Nina sollen pro Jahr schätzungsweise 100 000 Fahrzeuge verkauft werden, hieß es. Das Geld stammt aus einem insgesamt 25 Milliarden Dollar schweren Kreditprogramm des US-Energieministeriums, mit dem die Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge vorangetrieben werden soll. Der ebenfalls in Kalifornien ansässige Elektroauto-Hersteller Tesla, an dem Daimler beteiligt ist, bekam zuvor aus dem Programm einen Kredit über 465 Millionen Dollar.

Fisker will zunächst den Karma für mindestens 78 780 Euro plus Steuern im Mai auf den Markt bringen. Das viertürige Auto soll nicht in den USA, sondern beim finnischen Auftragsfertiger Valmet produziert werden. Ein Prototyp ist derzeit auf der Internationalen Automobil- Ausstellung IAA in Frankfurt zu sehen. Das Nina-Modell werde hingegen in Amerika produziert, betonte Fisker.

Firmenmitbegründer Henrik Fisker hatte zuvor Autos für BMW und Aston Martin entworfen. Bislang haben unter anderem Beteiligungsgesellschaften, die staatliche Investmentgesellschaft des Emirats Katar sowie ein italienischer Geschäftsmann in Fisker investiert. dpa

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