Fitness-Spezialist enttäuscht : Fitbit macht an der Börse schlapp

Der kalifornische Hersteller von Fitness-Uhren Fitbit gibt viel Geld für Werbung aus. Zu viel, findet die Börse. Die Aktie stürzt um 15 Prozent ab.

Fitbit Blaze. Der Hersteller aus Kalifornien setzt auf ein exklusives Betriebssystem.
Fitbit Blaze. Der Hersteller aus Kalifornien setzt auf ein exklusives Betriebssystem.Foto: REUTERS

Das Weihnachtsgeschäft ist für den Fitness-Spezialisten Fitbit besser gelaufen als erwartet - aber der Ausblick hat die Anleger enttäuscht. Die Aktie fiel am Montag nachbörslich um mehr als 15 Prozent. Die Firma aus San Francisco erklärte, dass die Kosten für die Markteinführung von zwei neuen Geräten - der Sport-Uhr Blaze und des Fitness-Armbands Alta - im laufenden Quartal den Gewinn drücken würden. Die Börsianer sind bei Fitbit angesichts der Konkurrenz durch Computeruhren ohnehin eher vorsichtig geworden und beobachten die Geschäftszahlen sehr genau.

Im Weihnachtsquartal verkaufte Fitbit 8,2 Millionen seiner Fitness-Bänder und anderer Geräte - 56 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt hatte das Unternehmen Ende 2015 knapp 17 Millionen aktive Nutzer, ein Jahr zuvor waren es 6,7 Millionen gewesen.

Marketingausgaben drücken das Ergebnis

Der Quartalsumsatz kletterte um 92 Prozent auf 370,2 Millionen Dollar (334 Millionen Euro) und der Gewinn von 39,2 auf 64,2 Millionen Dollar. Doch im laufenden Vierteljahr steigen die Marketing-Kosten mit Werbung für die beiden neuen Modelle sowie die Ausgaben für deren Produktion. Deshalb sagte Fitbit einen Gewinn deutlich unter den Erwartungen der Analysten voraus. In einer Telefonkonferenz hieß es, die Aussicht auf künftiges Wachstum rechtfertige die Ausgaben.

Viele Marktbeobachter glauben, dass Computer-Uhren sich auf Dauer gegen Fitness-Bänder durchsetzen werden, weil sie einfach mehr verschiedene Funktionen bieten. Fitbit setzt aber konsequent auf eigene Geräte und weigert sich als im Gegensatz zu einigen Konkurrenten, seine Software auch auf Computer-Uhren anderer Hersteller nutzbar zu machen. Deshalb prüfen Analysten jeden Quartalsbericht auf Hinweise darauf, ob Smartwatches das Fitbit-Geschäft beeinträchtigen. dpa

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