Wirtschaft : Flaute belastet Linde

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Die schwache Konjunktur und sinkende Gaspreise haben den Technikkonzern Linde belastet. Der Gewinn vor Stuern ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um ein Drittel auf 63 Millionen Euro zurück. Das Konzernergebnis sank im zweiten Quartal vor allem durch deutliche Einbußen in der Gabelstaplersparte. Der Umsatz lag mit 2,16 Milliarden Euro um 3,3 Prozent unter dem Vorjahresquartal. rtr

Bilfinger steigert Gewinn

Der Baukonzern Bilfinger Berger rechnet trotz der Flaute der Baubranche mit steigenden Gewinnen. Ohne Sondererträge werde der Jahresüberschuss im laufenden Jahr um 15 Prozent auf 60 Millionen Euro steigen, teilte Bilfinger Berger mit. Durch den Verkauf von Aktien der Dresdner Bank nahm der Konzern im ersten Halbjahr 161 Millionen Euro ein. Der Umsatz wachse 2002 aber nur auf 4,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,6 Milliarden Euro), weil die zugekauften Dienstleister Reinhold & Mahler und HSG teilweise in die Bilanz einbezogen werden. msh

Reichelt macht Verlust

Die Berliner Lebensmittelkette Otto Reichelt ist nach anhaltenden Umsatzrückgängen und tiefroten Zahlen von einer Stabilisierung weit entfernt. Das inzwischen fast vollständig zu Edeka gehörende Unternehmen weist für das erste Halbjahr 2002 einen Verlust von sieben Millionen Euro aus, nach einem Gewinn von 1,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr lag der Umsatz mit 322,2 Millionen Euro um 8,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. dpa

Siemens bleibt pessimistisch

Deutschlands größter Elektrokonzern Siemens sieht keine Anzeichen für einen Aufschwung. „Das nächste Geschäftsjahr wird noch härter als das laufende“, sagte Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger laut Mitarbeiterzeitschrift „Siemens Welt“ auf einer Tagung von Führungskräften in Feldafing. Der Konzern stehe einer schwächeren Nachfrage auf vielen Märkten gegenüber und die Weltwirtschaft sei in einer tiefen Rezession. „Es ist daher unser gemeinsames Interesse, nicht länger Geld mit Geschäften zu verlieren, die zu lange keine nennenswerte Rendite gebracht haben“, so Neubürger. nad

mg steht zu Dynamit Nobel

Die Frankfurter mg technologies hegt keinerlei Absichten sich von ihrer Chemiesparte und damit auch von Dynamit Nobel zu trennen. „Der Bereich steht nicht zum Verkauf“, sagte Vorstandschef des Chemie- und Anlagenbaukonzerns, Kajo Neukirchen, am Donnerstag. Im laufenden Geschäftsjahr will mg einen Vorsteuergewinn von 310 bis 325 Millionen Euro erzielen. Dies wäre ein Rückgang von 12 bis 16 Prozent. ro

Miele macht mehr Umsatz

Der Haushaltsgerätehersteller Miele hat seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr dank Zuwächsen im Ausland um 3,5 Prozent auf 2,24 Milliarden Euro gesteigert – den höchsten Wert in der 103-jährigen Firmengeschichte. Zum Ertrag im am 30. Juni abgelaufenen Geschäftsjahr wollte sich das Familienunternehmen nicht äußern. Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Umsatz stieg um zwei auf 64 Prozent. avi

Teles verklagt die Telekom

Der Berliner Internetdienstleister Teles legt sich im Geschäft mit schnellen Internet-Zugängen via Satellit mit der Deutschen Telekom an. Das am Neuen Markt notierte Unternehme sieht seine Patente und Gebrauchsmuster durch die Telekom und den Satellitenbetreiber SES verletzt. Teles kündigte an, beim Landgericht Mannheim Klage einzureichen. Teles versorgt derzeit rund 2500 Kunden mit einem schnellen Internetzugang per Satellit. dpa

Debitel verliert Kunden

Der Telekommunikationsdienstleister Debitel hat im zweiten Quartal weitere Mobilfunkkunden verloren und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Ergebnis unter Vorjahresniveau. Die Zahl der Mobilfunkkunden sei durch die Abschaltung inaktiver Kunden mit Guthabenkarten auf 9,6 Millionen von 9,75 Millionen Kunden zum Ende des ersten Quartals gesunken. Debitel-Chef Peter Wagner sieht für die Branche „keine wesentlichen Verbesserungen". Die westeuropäischen Mobilfunkmärkte seien nahezu gesättigt. rtr

Accor steigt bei Dorint ein

Der französische Hotelkonzern Accor steigt bei der deutschen Dorint-Kette ein. Die weltweit tätige Gruppe übernimmt 26 Prozent an der finanziell angeschlagenen Dorint AG. Ziel sei es, über eine strategische Partnerschaft die Dorint-Luxushotels und die französischen Marken Sofitel, Novotel und Mercure sowie Accor zu verknüpfen. Die Accor-Gruppe, die mehr als 3700 Hotels in 90 Ländern betreibt, baut ihr Hotelgeschäft in Deutschland massiv aus. AFP

Photo Porst vor Zerschlagung

Die insolvente Fotokette Photo Porst wird zerschlagen. Nur für knapp über 100 der insgesamt 200 Porst-Filialen werde man einen Käufer finden, sagte Porst-Chef Patrick Palombo der „Financial Times Deutschland“. Auch bei der insolventen Porst-Mutter Pixelnet rückt nach Angaben des Blattes eine Lösung näher. Die Schweizer Beisheim Holding habe ein Angebot für Unternehmensteile des zahlungsunfähigen Online-Dienstleisters abgegeben. dpa

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