Wirtschaft : Flexiblere Arbeit

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Die rot-grüne Regierung hat dem Arbeitsmarkt ein Erbe hinterlassen, das sich in einer Krise als wertvoll herausstellen könnte: die „Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, bekannt als Hartz I bis V. Sie halten Arbeitslose dazu an, schneller nach einem Job zu suchen, Mini- und Midi-Jobs wurden ausgeweitet und die Zeitarbeit wurde erleichtert. All diese Punkte haben den Arbeitsmarkt flexibler gemacht, sagen Experten. Dank der Zeitarbeit etwa könnten Betriebe heute schneller auf konjunkturelle Schwankungen reagieren – und Beschäftigung auf- oder abbauen. Unabhängig davon ist Arbeit billiger geworden: Etwa weil der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 6,5 Prozent auf heute 3,3 Prozent gesenkt wurde. Hinzu kommt, dass aufgrund des demografischen Wandels künftig das Jobangebot stärker steigen könnte als das Arbeitskräfteangebot. Insgesamt erwarten Experten daher, dass im nächsten Abschwung – anders als früher – die Langzeitarbeitslosigkeit nicht mehr steigen wird. Und: „Wir werden im Jahresschnitt künftig vermutlich nicht einmal mehr die Vier-Millionen-Marke überschreiten“, sagt Eugen Spitznagel vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Nürnberg. ysh

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