Wirtschaft : Flip-Flops

Die Marken-Latschen sind in diesem Jahr nicht teurer geworden

Corinna Visser

PREIS DER WOCHE

Auch wenn nicht jedermann das schlappende Geräusch der Badesandalen schätzt, Flip-Flops sind in diesem Sommer ein Muss – nicht nur am Strand. Ganz korrekt heißen sie zwar Zehenriemensandalen, aber der Begriff „Flip-Flop“ hat sich schon lange eingebürgert. Seit 1999 ist er ein registriertes Markenzeichen der Flip-Flop GmbH in München, die die Latschen seitdem produziert. Der Preis der bunten Sandalen habe sich seit der Euro-Umstellung nicht verändert, sagt Geschäftsführerin Stefanie Schulze: 16 Euro kosten bei ihr die einfarbigen Schlappen, 18 oder 20 Euro die mehrfarbigen Exemplare. Seit der Aufnahme der Produktion sei das Material um 35 Prozent teurer geworden, sagt Schulze. „Bisher haben wir die Preiserhöhungen geschluckt und nicht an den Kunden weitergegeben.“ Das werde sich aber ändern. „Wenn die Speditionskosten durch die höheren Benzinpreise und die Einführung der LKW-Maut weiter steigen, dann werden wir auch den Preis für unsere Flip-Flops anheben.“ Die Erhöhung werde sich aber im Cent und nicht im Euro-Bereich bewegen.

Zehenriemensandalen werden aber nicht nur von Flip-Flop produziert. Auf der Sportartikelmesse Ispo in München stellten alle Bademodenanbieter eigene Strandsandalen vor, berichtet Werner Haizmann, Präsident des Verbands Deutscher Sportfachhandel: in unzähligen Designs und allen Preislagen. Die Badelatsche habe sich zu einem echten Modeartikel entwickelt. Am unteren Ende der Preisspanne bot der Drogeriehändler Rossmann die Schlappen an: für 2,49 Euro. Die 30000 Paare seien aber schon ausverkauft.

Die Preisdifferenzen erklärt Flip-Flop-Chefin Schulze mit der unterschiedlichen Qualität. „Die in Asien produzierten Schlappen stinken schrecklich“, sagt sie. Das liege am minderwertigen Material, das zum Teil aus Abfall recycled sei. Dass man auch bei der Badelatsche auf Qualität achten sollte, betont Ökotest. Ein Test der Schlappen ergab: Fast alle Badesandalen – auch von Markenherstellern – enthielten Schadstoffe, die sich beim Schwitzen lösen und über die Haut aufgenommen werden können. Die Hersteller hätten aber eine Umstellung auf verträglicheres Material versprochen, sagt Ökotest. Foto: promo

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