Florentino Perez : Baulöwe und Fußball-Präsident

ACS-Konzernchef Florentino Pérez kam 2007 noch sehr gelegen, als er 25 Prozent am deutschen Marktführer Hochtief übernahm. Damals brodelten die Spekulationen über die Zukunft des Baukonzerns, nachdem Bankierssohn August von Finck verkündet hatte, er wolle seinen Anteil an Hochtief verkaufen. Nach und nach stockte Pérez seine Anteile an Hochtief auf, mittlerweile sind es 29,98 Prozent. Fraglich ist allerdings, wie Pérez die komplette Übernahme stemmen will. Denn auch ACS – aktiv vor allem im Bausektor – hat die Krise in Spanien schwer erwischt. In diesem und im vergangenen Jahr musste Pérez einige Beteiligungen verkaufen. Pérez selbst gilt als einer der reichsten Männer Spaniens. Erst im Alter von Mitte 30 stürzte er sich ins Abenteuer Privatwirtschaft und kaufte 1983 das marode Bauunternehmen Padros – angeblich für eine Pesete. Er sanierte, kaufte zu und profitierte vom Bauboom in Spanien. Sein Unternehmen Actividades de Construcción y Serviciós (ACS) wurde zu einem der größten Baukonzerne des Landes. Bekannt wurde er aber vor allem als Präsident des Fußballvereins Real Madrid. AFP

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