Flugbegleiter : Lufthansa-Flugbegleiter bekommen 4,6 Prozent mehr Lohn

Der monatelange Konflikt zwischen der Lufthansa und der Kabinengewerkschaft Ufo ist beigelegt worden. Weitere Streiks sind damit zunächst vom Tisch. Auch Informationen über die Höhe des Abschlusses gibt es nun.

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Lufthansa.Foto: dpa

Im monatelangen Tarifkonflikt der Lufthansa-Flugbegleiter gibt es eine Einigung. Die Schlichtung sei erfolgreich gewesen. Damit sind erneute Streiks vom Tisch.

Die Flugbegleiter sollen im kommenden Jahr 4,6 Prozent mehr Gehalt bekommen. Neben höheren Grundgehältern erhalten die Mitarbeiter eine Einmalzahlung von 320 Euro, wie der Schlichter Bert Rürup am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Lufthansa und die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hatten sich Anfang September in dem Tarifstreit auf eine Schlichtung verständigt.

In dem Konflikt geht es um Tarifverträge für rund 18 000 Flugbegleiter der Lufthansa Passage. Am Dienstag läuft eine selbst gesetzte Frist aus, bis zu der sich die Parteien zum Schlichterspruch äußern sollten. Unter dem Vorsitz des früheren Wirtschaftsweisen Bert Rürup hatten das Unternehmen und Ufo an einem Tarifkompromiss für die Flugbegleiter gefeilt, wie Verhandlungskreise bestätigten. Die vereinbarte Friedenspflicht endet am 30. November.

Dem Vernehmen nach hat der als Rentenexperte bekannte Rürup in seinem ersten Schlichtermandat Vorschläge entwickelt, die über den strittigen Vergütungstarifvertrag weit hinausgehen. Auch für den aus Lufthansa-Sicht notwendigen Personalabbau in der Kabine und die Verlagerung von 30 Maschinen samt Personal zur tariflich günstigeren Tochter Germanwings hat er Lösungen vorgeschlagen, hieß es.

Die Lufthansa Passage wird als Kerngesellschaft des größten Luftfahrtkonzerns Europas in diesem Jahr ein operatives Minus einfliegen. Wegen der nicht ausreichenden Ertragskraft hat das Management ein umfassendes Sparprogramm entwickelt.

Ufo hatte 5 Prozent mehr Geld verlangt. Die Lufthansa hatte bei einer längeren Laufzeit und längeren Arbeitszeiten 3,5 Prozent angeboten, außerdem wollte das Unternehmen die Gehaltsstufen abflachen. Im August und September hatten die Stewards und Stewardessen bei ihrem ersten Streik in der Lufthansa-Geschichte in drei Wellen mehr als 1.000 Flüge ausfallen lassen. Das Unternehmen bezifferte den auf 33 Millionen Euro. Noch vor wenigen Tagen hatte die Gewerkschaft von einem drohenden Scheitern der Schlichtung gesprochen, weil zunächst keine weiteren Gesprächstermine vereinbart worden waren. (dpa, AFP)

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