Wirtschaft : Fluggäste sollen besser entschädigt werden

STRASBURG (AFP).Fluggäste, die wegen Überbuchung trotz gültiger Flugtickets nicht befördert werden, sollen künftig besser entschädigt werden.Einem entsprechenden Antrag der EU-Kommission stimmte das Europaparlament in Straßburg am Freitag zu.Demnach sollen nichtbeförderten Fluggästen im Linienverkehr Ausgleichszahlungen in Höhe von 185 Ecu (rund 370 DM) bei Flügen bis zu 3500 Kilometern und 379 Ecu (758 DM) bei Flügen über 3500 Kilometern zustehen.Grundsätzlich sollen auch Charter-Passagiere Anspruch auf Entschädigung haben.Für Pauschalreisen gilt die geplante EU-Regelung dagegen nicht.Ausgleichszahlungen sollten auch dann fällig werden, wenn ein Flug aus wirtschaftlichen Gründen storniert wird.Die Fluggäste müßten umfassend über ihre Rechte informiert werden, verlangten die EU-Parlamentarier weiter.Laut EU-Bericht bleiben jährlich in den Unionsländern 5000 bis 10 000 Passagiere wegen Überbuchung auf dem Boden, obwohl sie ein gültiges Ticket haben.Grund dafür sei die Praxis der Fluglinien, Flüge zu überbuchen, um keine Kapazitäten ungenutzt zu lassen.Nach Darstellung der Unternehmen ist dies nötig, weil zahlreiche Passagiere flexible Tickets haben und damit kurzfristig einchecken können.

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