Wirtschaft : Fluggesellschaft: Lufthansa setzt auf München

Die Deutsche Lufthansa will neben Frankfurt am Main den Flughafen in München als zweites Drehkreuz Deutschlands ausbauen. Durch diese Strategie des "parallelen Drehscheiben-Systems" sollen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Europas größter Fluggesellschaft im internationalen Wettbewerb gestellt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Jürgen Weber, am Freitag in München. Weber war zur Auslieferung des 30. Lufthansa-Langstrecken-Airbus A340 in die bayerische Hauptstadt gekommen.

Durch das Konzept ergebe sich mehr Entwicklungspotenzial, hob Weber hervor. Damit verlasse sich die Lufthansa nicht nur auf einen einzigen Standort und nutze die föderale Struktur Deutschlands. Je mehr das Wachstum wegen fehlender Infrastruktur beeinträchtigt werde, desto mehr sei es notwendig, zumindest zwei Drehkreuze vorzusehen. Der Lufthansa-Chef kündigte dazu eine Reihe von Standort-Offensiven in München an. Ab Sommerflugplan (gültig ab 25. März 2001) stockt das Unternehmen seinen Flugplan deutlich auf. Um den Kunden optimale Anschlüsse zu bieten und gleichzeitig die Auslastung der Flugzeuge zu steigern, erhöht die Fluggesellschaft - wie schon in Frankfurt - jetzt auch in München die Zahl der so genannten Verkehrsknoten von drei auf sechs. Dabei handelt es sich um zeitlich gebündelte Angebote zum Flug in die wichtigsten Zielorte. Dem bestehenden Flugangebot im Erdinger Moos fügt Lufthansa zudem 133 zusätzliche Verbindungen im innerdeutschen und europäischen Verkehr hinzu. Zu den derzeit angeflogenen drei Langstrecken-Destinationen New York/Newark, Chicago und San Francisco kommen vier neue hinzu: Hongkong, Los Angeles, So Paulo und Singapur.

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