Fluggesellschaften : Mehr Gäste fliegen mit Air Berlin

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat trotz der nachlassenden Konjunktur im vergangenen Jahr einen Passagierrekord erreicht. Die Aktie ist inzwischen wieder auf dem Weg nach oben.

Berlin -  Die Zahl der Fluggäste stieg 2008 um ein Prozent auf 28,56 Millionen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Damit verlangsamte sich das Wachstum, nachdem 2007 mit neu hinzugekommenen Töchtern noch ein Zuwachs von mehr als zehn Prozent verbucht worden war. Zur Steigerung der Ertragskraft angesichts hoher Kerosinkosten hatte Air Berlin Flugstrecken gestrichen und Maschinen ausgemustert. In der Folge verbesserte sich die Auslastung der Flugzeuge von Januar bis Dezember 2008 um 1,2 Punkte auf 78,4 Prozent.

Bei Konkurrent Easyjet stieg die Zahl der Passagiere im vergangenen Jahr sogar um 16,6 Prozent auf 44,58 Millionen. Das britische Unternehmen teilte mit, die Auslastung seiner Maschinen sei um 1,2 Punkte auf 84,6 Prozent gestiegen.

Die Air-Berlin- Aktie war 2008 erheblich unter Druck geraten. Am Mittwoch konnte sie zunächst knapp 3,8 Prozent zulegen, büßte bis Handelsschluss dann aber 7,5 Prozent auf 4,67 Euro ein.

„Bei Air Berlin macht sich das konservative Kapazitätsmanagement weiter positiv bemerkbar“, sagte Analyst Frank Skodzik von der Commerzbank. Die Verkehrszahlen hätten sich solide entwickelt. Und Air Berlin habe die Durchschnittserlöse pro Sitzplatz und geflogenem Kilometer weiter stark erhöhen können – um 17,6 Prozent auf 5,35 Euro. „Das ist das Wichtigste“, sagte der Analyst. Er geht davon aus, dass Air Berlin die Kapazitäten weiter stark zurückfahren wird, um die Erlöse stabilisieren zu können. „Air Berlin wird sich weiter auf die profitablen Strecken fokussieren. Das halte ich in dem herausfordernden konjunkturellen Umfeld für die richtige Entscheidung“, sagte er. vis

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