Wirtschaft : Flugsicherung begrüßt Privatisierungspläne

Gebührensenkung angekündigt

FRANKFURT(MAIN) / BERLIN(dpa/Tsp).Die Deutsche Flugsicherung - zu 100 Prozent im Bundesbesitz - würde den von der Bundesregierung erwogenen Verkauf von Anteilen unterstützen."Wir arbeiten sehr intensiv an diesem Thema", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS), Offenbach, Dieter Kaden, am Montag in Frankfurt auf der Jahrespressekonferenz.Bei der Organisationsprivatisierung der DFS 1992 seien die Beteiligten sich bereits einig gewesen, daß dies zwangsläufig zu einer materiellen Privatisierung führen muß.Wenn in der Haushaltsdiskussion jetzt ein Verkauf erwogen werde, sei es "eine ganz logische Konsequenz".Die ebenfalls bundeseigene Tank & Rast AG soll nach den Worten des FDP-Politikers Horst Friedrich in Teilen über die Börse verkauft werden.Friedrich sagte dem "Handelsblatt", der Börsengang könne frühestens 1998 stattfinden, geplant sei der Verkauf von 49 Prozent, was zu Erlösen von rund 700 Mill.DM führen könnte. Mit einer erneuten Gebührensenkung will die DFS nach Kadens Worten unter dem "massiven Druck" des europäischen Wettbewerbs konkurrenzfähig bleiben.Bislang gehört die DFS nach Großbritannien, der Schweiz und Slowenien zu den teuersten Flugsicherungen Europas.Mit der dritten Preissenkung in Folge werde das Unternehmen den sechsten Platz einnehmen, berichtete Geschäftsführer Ralph Riedle.Trotz eines 18prozentigen Verkehrswachstums von 1993 an habe die DFS den Personalstand in diesem Zeitraum von 5020 auf 4850 Mitarbeiter reduziert.Das Unternehmen müsse aber noch schlanker werden.Die beschlossene Reduzierung von sechs auf drei deutsche Kontrollzentren sei ein wichtiger Schritt dahin.Die Fluglotsen der DFS kontrollierten 1996 mit 2,1 Mill.Flugbewegungen 3,7 Prozent mehr als 1995.Für das laufende Jahr rechnet die DFS mit einer Steigerung von Umsatz und Überschuß.1996 war bei einem Umsatzwachstum auf 1,42 (1995: 1,32) Mrd.DM der Überschuß auf rund 11,5 (18,3) Mill.DM zurückgegangen.

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