Wirtschaft : Flugverkehr könnte sich in 20 Jahren verdoppeln Airbus-Prognose sieht Trend zu Riesenfliegern

Berlin - Europas führender Flugzeughersteller Airbus rechnet auch langfristig mit einem stetig steigenden Bedarf an größeren Passagier- und Frachtflugzeugen. In den kommenden Jahren bis 2031 dürften insgesamt rund 28 200 zivile Flieger verkauft werden. Das geht aus einer Marktprognose hervor, die Airbus am Dienstag in London und live im Internet vorstellte.

Das Auftragsvolumen schätzt Airbus auf knapp vier Billionen US-Dollar. Dieses müssten sich allerdings alle Hersteller teilen. Welchen Anteil Airbus daran habe, sei offen, sagte Airbus-Vorstand John Leahy. Er geht aber davon aus, dass Airbus und der US-Rivale Boeing auch in den kommenden zehn Jahren noch die mit Abstand größten Hersteller von Flugzeugen mit mehr als 100 Sitzplätzen sein werden. „In 20 Jahren aber, bin ich sicher, werden wir einen starken Wettbewerber aus China haben“, sagte Leahy.

Der Passagierverkehr werde in den nächsten 20 Jahren um durchschnittlich 4,7 Prozent jährlich wachsen, hieß es. Ausgehend von heute rund 15 550 Flugzeugen, die im Dienst sind, werde sich die Verkehrsflugzeugflotte bis 2031 weltweit auf mehr als 32 550 Maschinen verdoppeln. Im selben Zeitraum werde sich auch die Frachterflotte von 1600 auf 3000 Flugzeuge fast verdoppeln. Die Prognostiker sehen das größte Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum. So werde der Inlandsflugverkehr Chinas in 20 Jahren auch stärker sein als der in den USA. Da die Zahl der Flugbewegungen aber nicht im gleichen Tempo wachsen könne, sieht Airbus vor allem einen Trend hin zu immer größeren Maschinen wie seinen Jumbo vom Typ A 380. kph

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