Flugzeugbau : Boeing schlägt Airbus

Bei den Produktionszahlen liegt der europäische Flugzeugbauer Airbus deutlich hinter dem US-Rivalen Boeing. Bei den Aufträgen allerdings haben die Europäer die Nase vorn.

Airbus liegt bei der Flugzeugproduktion derzeit hinter US-Konkurrent Boeing. Bei der Akquise haben die Europäer die Nase vorn.
Airbus liegt bei der Flugzeugproduktion derzeit hinter US-Konkurrent Boeing. Bei der Akquise haben die Europäer die Nase vorn.Foto: dpa

Der europäische Flugzeugbauer Airbus bleibt bei den Produktionszahlen weiter merklich hinter seinem US-Rivalen Boeing zurück, holt aber mehr Aufträge herein. Im dritten Quartal lieferte Airbus 140 Verkehrsflugzeuge aus und damit zehn weniger als ein Jahr zuvor, wie der Konzern am Montag mitteilte. Boeing kam auf 186 Maschinen, 16 Stück mehr als im Vorjahresquartal. Bei den Neubestellungen seit Jahresbeginn führten die Europäer allerdings:
Airbus hatte Ende September Neuaufträge für 1062 Passagiermaschinen, Boeing für genau 1000. Stornierungen sind bereits herausgerechnet.

Beide Firmen produzieren vor allem Mittelstreckenflugzeuge

Von Januar bis September verließen bei Airbus 443 Jets die Werkshallen, zwei weniger als im Vorjahreszeitraum. Darunter waren l 21 Exemplare des weltgrößten Passagierfliegers A380. Der Löwenanteil entfiel wie üblich auf die Mittelstreckenjets der A320-Familie, von denen in den ersten neun Monaten 348 Maschinen fertig wurden. Boeing kam auf 528 Maschinen, 52 mehr als im Vorjahr. Auch hier stellten die Mittelstreckenflieger mit 359 Exemplaren den größten Anteil.

Boeing hat den Ausbau der Produktion angekündigt

Boeing berichtete am Montag über einen Auftrag der Fluggesellschaft Alaska Airlines für zehn Flugzeuge des Typs 737-900ER, der für längere Strecken ausgelegt ist. Der Auftragswert beläuft sich auf 990 Millionen US-Dollar (791 Mio Euro), allerdings sind Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich. Erst vergangene Woche hatte Boeing den weiteren Ausbau der Produktion angekündigt. Von dem Brot-und-Butter-Modell 737 sollen ab 2018 nun monatlich 52 neue Maschinen die Werkshallen verlassen. Das sind zehn mehr als derzeit. dpa

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