Flugzeugbauer : Dreamliner-Besteller fordert Entschädigung von Boeing

Probleme mit der Montage: US-Flugzeughersteller Boeing muss den Termin für die Auslieferung seines neuen Langstreckenfliegers 787 Dreamliner um sechs Monate hinausschieben. Der erste Abnehmer fordert bereits Schadenersatz.

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Boeing kämpft mit Lieferschwierigkeiten beim Dreamliner. -Foto: AFP

Chicago/SydneyDie australische Fluggesellschaft Qantas will wegen der Lieferverzögerungen beim Dreamliner eine Entschädigung verlangen. Die bei Boeing bestellten 15 B787 Dreamliner würden nicht wie geplant im August 2008, sondern erst sechs Monate später ausgeliefert, teilte Qantas mit. Sobald Boeing diese Lieferverzögerung bestätigt habe, "werden wir Verhandlungen über die Frage der Entschädigung beginnen", erklärte Qantas-Chef Geoff Dixon. Insgesamt hat die australische Airline 65 Dreamliner bestellt, die ersten 15 sind für die Billiglinie Jetstar bestimmt.

Boeing hatte zuvor bekanntgegeben, dass wegen anhaltender Probleme bei der Montage könne die Auslieferung der Dreamliner-Maschinen nun erst im November oder Dezember nächsten Jahres beginnen könne. Bislang war der Start für Mai 2008 geplant. Boeing betonte, die finanziellen Auswirkungen der Verzögerung seien nicht erheblich. Die Prognosen für 2007 und 2008 blieben daher unverändert.

Er sei enttäuscht über die Änderung des Zeitplans, sagte Boeing-Chef Jim McNerney. Anfang vergangenen Monats hatte der Flugzeugbauer bereits den ersten Testflug des Dreamliners wegen Engpässen bei einigen Bauteilen und anhaltender Software-Probleme verschoben. Er soll nun zwischen Mitte November und Mitte Dezember dieses Jahres stattfinden, nachdem der Flieger bereits Ende September das erste Mal hatte abheben sollen.

Zwar seien in den vergangenen Wochen Fortschritte gemacht worden, diese seien aber nicht ausreichend, um den ursprünglichen Zeitplan für Testflug und Auslieferung einhalten zu können, sagte der Chef von Boeing Commercial Airplanes, Scott Carson. (mit dpa/AFP)

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