Flugzeughersteller : Zweikampf auf der Luftfahrtmesse

Das weltweite Kräftemessen zwischen Boeing und Airbus steht im Mittelpunkt der 47. Pariser Luftfahrtmesse. Vor allem der Markt für Langstrecken-Jets wird von beiden Herstellern hart umkämpft.

Paris Luftfahrtshow
Airbus und Boeing sind die Hauptdarsteller auf der Pariser Luftfahrtmesse.Foto: AFP

ParisIm Zeichen des Kräftemessens zwischen den Weltmarktführern Airbus und Boeing wird auch die 47. Luftfahrtschau in Paris-Le Bourget stehen. Mitten im größten Boom der Luftfahrtindustrie kommen die Flugtechnikkonzerne von heute an zur weltgrößten Leistungsschau der Branche zusammen. Bis zum 24. Juni zeigen Flugzeugbauer wie Airbus und Boeing sowie Lieferanten ihre Produkte. Vor allem der Wettbewerb im lukrativen Markt für Langstreckenjets zwischen den beiden Flugzeugbauern, die Überwindung der Airbus-Krise und die Umweltfolgen des Luftverkehrs stehen im Mittelpunkt.

Der französische Premierminister François Fillon und Verteidigungsminister Hervé Morin eröffnen die Ausstellung mit einem Besuch beim Hubschrauberhersteller Eurocopter. Die Hersteller planen wieder zahlreiche Demonstrationsflüge von Helikoptern, Kampf- und Passagierflugzeugen. Privatbesucher sind nur vom 22. bis 24. Juni zugelassen.

Derweil fasst Airbus trotz des Sanierungsprogramms "Power8" wegen der Dollarschwäche und der Globalisierung der Märkte noch weitergehende Kostensenkungen ins Auge. "Wir müssen Airbus für einen Kurs von 1,45 Dollar je Euro wettbewerbsfähig machen", sagte Airbus-Chef Louis Gallois vor der Luftfahrtmesse, da die Geschäfte auf Dollar-Basis abgewickelt werden.

Schon in diesem Jahr will Airbus 300 Millionen Euro mit "Power8" einsparen. Damit liege man voll im Plan, sagte Gallois. Es könne aber sein, dass die mit "Power8" geplanten Rationalisierungen und Ausgliederungen bei weiter fallendem Dollar nicht reichten. "Wenn der Euro noch weiter zulegt, wird uns das zwingen, neue Entscheidungen über die Industriestandorte zu fällen." Mehrere Werke sollen ausgegliedert werden. Die Bewerber für eine Übernahme oder Partnerschaft sollen im Juli benannt werden. Eine Dollarabwertung um zehn Cent kostet Airbus eine Milliarde Euro pro Jahr. (mit dpa)

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