Folgen für Berlin : Taxiboom am Streiktag?

Die Lokführer werden streiken, daher dürfte es eng werden für Bahn- und BVG- Kunden. Denn die Deutsche Bahn kann kurzfristig keine Ersatzfahrpläne zusammenstellen. Taxifahrer rechnen mit vielen Kunden - fürchten aber auch Staus auf Berlins Straßen.

Dörte Johannsen-Roth

Die Lokführergewerkschaft GDL will den Schienenverkehr 22 Stunden lang Ziel komplett lahmlegen. Besonders Pendler und Reisende sind vom Bahnstreik betroffen, indirekt auch Taxifahrer. Tagesspiegel.de fragte nach deren Vorbeireitungen auf die kommenden Tage. Als Taxifahrer in Berlin gibt es nur zwei Möglichkeiten, an einem Chaostag wie morgen zu arbeiten. Entweder direkt am Bahnhof auf verzweifelte Pendler warten und sich auf die Staus in und um Berlin einlassen. Das ist sehr wahrscheinlich, da viele Pendler sich selbst hinters Steuer setzen werden. Oder die Taxifahrer konzentrieren sich auf Gebiete, die weniger von den Bahnstreiks betroffen sind. Dort kümmern sie sich um die alltäglichen Kunden.

Für Taxifahrer, die selbstständig sind, dürften die Tage ziemlich anstrengend werden, da keiner bei solch einer Nachfrage fehlen will. Angestellte eines Taxiunternehmens hingegen werden wohl ihre Arbeitszeiten und Standorte nicht verändern.

Was tun Pendler?

Pendler und Reisende stehen vor einem großen Problem: Sie können weder  in die Stadt rein noch raus. Einige unserer Befragten nehmen ungewollt Urlaub, andere versuchen ihr Glück an den Bahnhöfen. U-Bahn und Bus sind weitere Optionen für Berliner. Trotzdem ist  fast sicher, dass keiner wird morgen pünktlich sein wird.

Verständnis zeigten viele für die GDL, doch verunsichert sind die meisten. Denn am Freitag gab es trotz Notfahrplänen ein Desaster. Studenten kamen nicht in die Uni, Urlauber nicht nach Hause, Arbeitnehmer nicht zum Arbeitsplatz, Schüler nicht zur Schule. Diesmal wird der Streik noch größere Auswirkungen haben, da die GDL den ganzen Tag streiken will.


     

0 Kommentare

Neuester Kommentar