Wirtschaft : Fonds: Schon kleine Spar-Beträge sichern die Zusatzrente

Schon mit kleinen Beträgen kann sich der Aktienfondssparer die Chance auf eine hohe Zusatzrente im Alter sichern. Es reichen bereits Einzahlungen von 50 Euro im Monat, wie der BVI Bundesverband Deutscher Investment-Gesellschaften jetzt vorrechnete. Danach kommt der deutsche Aktienfonds wählende Anleger auf Basis der Vergangenheitsdaten im Schnitt auf ein Vermögen von über 166 000 Euro, wenn er 30 Jahre lang anspart.

Aus eingezahlten Beiträgen von insgesamt 18 000 Euro wird dank des Zinseszinseffektes die genannte Summe. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Verzinsung des Kapitals von über zwölf Prozent. Mit regelmässigen Zahlungen von lediglich 50 Euro pro Monat verschafft sich der Anleger im genannten Beispiel eine monatliche Zusatzrente von 1169 Euro. Der BVI unterstellt in seiner Rechnung eine zukünftige Verzinsung des Gesamtvermögens von sechs Prozent pro Jahr und einen "Verbrauch" des angesparten Kapitals nach 20 Jahren. Auch mit europäisch und international investierenden Aktienfonds erzielt der Anleger über lange Zeiträume zweistellige jährliche Durchschnittsrenditen.

Andere Anlageklassen zeichnen sich durch stetigere Wertentwicklungen aus, allerdings auf Kosten der langfristigen Erträge. Während Aktienfonds mit zweistelligen Jahresrenditen glänzen, bringen es Rentenfonds auf vergleichsweise bescheidene Verzinsungen von rund sieben Prozent. Die Unterschiede schlagen sich in markanten Differenzen der durchschnittlichen Anlageergebnisse nieder. Bei 30 Jahren Ansparzeit erzielen Euro-Rentenfonds (die früheren D-Mark-Rentenfonds) 59 031 Euro, die international investierenden Produkte 72 984 Euro. Auf Durchschnittsrenditen von lediglich rund fünf Prozent kommt der Verband bei den sehr wertstabilen Immobilienfonds.

Der Vergleich der Ergebnisse für Aktien- und Rentenfonds über drei lange Zeiträume illustriert die Veränderungen der Trends an den jeweiligen Anlagemärkten. Die Hausse an den Aktienbörsen seit Anfang der achtziger Jahre und ihre Beschleunigung in der jüngeren Vergangenheit schlägt sich in der steigenden Durchschnittsverzinsung nieder: Deutsche Aktienfonds spielten in den vergangenen 30 Jahren etwa zwölf Prozent pro Jahr ein, in den letzten Jahren sogar exzellente 18 Prozent. Ein analoges Bild bieten die in Europa und international anlegenden Produkte. Umgekehrt verlief die Entwicklung an den Rentenmärkten. Seit einigen Jahren verharren die Anleiherenditen auf niedrigem Niveau. Die Durchschnittsverzinsung des eingezahlten Kapitals beispielsweise bei Euro-Rentenfonds in den vergangenen zehn Jahren auf knapp 5,5 Prozent abgerutscht.

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