Wirtschaft : Fonds: Viel Arbeit für die Manager

Daniel Rhee-Piening

Auf die Manager der großen Investmentfonds in Europa kommt eine Menge Arbeit zu. Sie müssen die Zusammensetzungen ihrer Portefeuilles neu ausrichten, denn die Stoxx-Gesellschaft in Zürich hat die wichtigsten Indizes neu sortiert. Am Euro Stoxx 50 beziehungswiese am Stoxx 50 aber richten sich nicht wenige Fonds aus. Nun heißt es beispielswiese, Papiere des Verlierers Metro zu verkaufen und Astra-Zeneca zu erwerben. Dabei geht es um große Summen. Nach Einschätzung der Dresdner Bank werden bis zum Herbst wohl deutlich über 100 Milliarden Mark umgeschichtet werden. Und dies muss mit Fingerspitzengefühl erfolgen. Schließlich können die Fonds kein Interesse haben, hektische Kursbewegungen bei den betroffenen Papieren auszulösen. Darin aber liegt die große Chance der Kleinanleger. Wer die Kursbewegungen in den vergangenen Wochen ignoriert hat, kann sich zurücklehnen. Es kommt die Zeit, in der sich die Märkte wieder beruhigen und die fundamentalen Daten der Unternehmen wieder mehr Gewicht für den Aktienkurs gewinnen. Und die Privaten können sich auf eine weitere Umstellung freuen: Sie gewinnen an Gewicht im Index. In Zukunft zählen große Anteile in Staatsbesitz oder Überkreuzbeteiligungen, wie sie gerade bei deutschen Unternehmen beliebt sind, nicht mehr für die Bedeutung im Index, sondern nur noch der so genannte Streubesitz.

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