Ford : Werksschließung in Belgien

Der US-Autobauer Ford schließt in zwei Jahren sein Werk in Belgien, in dem die Modelle Mondeo, Galaxy und S-Max vom Band laufen. Rund 4.300 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Sie und ihre Familien stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Das Werk im belgischen Genk beschäftigt 4300 Menschen. Über die Schließungsabsicht berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch. Eine offizielle Bestätigung war zunächst nicht zu erhalten.

Im Werk fand eine Betriebsversammlung mit der Direktion von Ford Europe statt. Schon am Morgen versammelten sich hunderte Beschäftigte vor dem Werkstor. Die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hatte bereits am Dienstag unter Berufung auf Konzernkreise über die drohende Schließung berichtet. Ein Sprecher von Ford Europe in Köln hatte zu dem Bericht keine Stellung genommen.

Ford fertigt in der Stadt im Nordosten Belgiens den Mittelklassewagen Mondeo, den Sportvan S-Max und den Van Galaxy. Nach Einschätzung von Analysten könnte eine Schließung des Werkes Einsparungen in einer Größenordnung von bis zu 500 Millionen US-Dollar (384 Mio Euro) bringen.

Über die Zukunft des Ford-Werkes in Genk wird schon länger spekuliert. Ford leidet gerade in Europa unter sinkenden Absatzzahlen und hat kaum andere Möglichkeiten, als seine Produktionskapazitäten zu verringern. Bei den beiden deutschen Werken in Köln und Saarlouis sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2016 ausgeschlossen. (dpa)

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