Wirtschaft : Forschung: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) fordert mehr Geld

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Jahr für Jahr schiebt die für den Mittelstand in Deutschland zuständige Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) eine Bugwelle von 100 nicht bewilligten Anträgen vor sich her. Das entspricht einer Summe von rund 50 Millionen Mark. Um die Forschungslandschaft in Deutschland auf internationalem Standard zu halten, fordert AiF-Präsident Hans Wohlfart vom Wirtschaftsminister, den AiF-Forschungsetat aufzustocken. So komme vor allem der Titel "industrielle Gemeinschaftsforschung" für die 106 angeschlossenen Institute aus Wissenschaft und Wirtschaft, das Gründungsstandbein der AiF seit 1954, nach Meinung Wohlfarts zu kurz. Angemessen sei ein Etat von 200 nach zuletzt 165 Millionen Mark. Aber auch in den Folgejahren müsse der Betrag regelmäßig um fünf Prozent wachsen.

Doch der Bundesminister tut sich schwer. Nach Auskunft von Alfred Tacke, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, käme es künftig vor allem auf den effizienten Einsatz der Mittel an. Im Zuge von Steuersenkungen und knappen Kassen müssten Prioritäten gesetzt werden, sagte Tacke am Dienstag auf dem 7. AiF-Innovationstag in Pankow. Auch Karsten Brenner, Ministerialdirektor im Forschungsministerium, hält zusätzliche Forschungsaufwendungen für nötig. Mit einem Forschungsanteil von nur 2,3 Prozent vom Bruttosozialprodukt gerate man gegenüber den USA ins Hintertreffen. Brenner forderte größere Anstrengungen auch von der Industrie.

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