Wirtschaft : Forster führt Europa-Sparte von GM Ex-Opel-Chef soll Sanierung vorantreiben

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Detroit/Rüsselsheim - Der Vorsitzende des Opel-Aufsichtsrats, Carl-Peter Forster, steigt zum Europachef des Autokonzerns General Motors auf. Wie der weltgrößte Autobauer am Mittwoch in Detroit mitteilte, folgt Forster Fritz Henderson nach, der als neuer Finanzchef in den GM-Vorstand wechselt. Damit führt erstmals nach rund 20 Jahren wieder ein Europäer die Geschäfte des angeschlagenen Autobauers ins Europa. Ab dem 1. Januar 2006 verantwortet der Ex-BMW-Mann Forster (51) das Geschäft der Marken Opel, Saab und Vauxhall.

Als ein Grund für die Schwierigkeiten bei Opel in den vergangenen fünf Jahren gilt, dass die früheren – aus Amerika kommenden – GM-Europachefs den europäischen Markt zu wenig kannten und zu wenig auf europäische Kundenwünsche achteten. Der Opel-Betriebsrat begrüßte daher die Nominierung Forsters, der von 2001 bis 2004 Deutschlandchef von Opel war und seit einem Jahr die Nummer zwei bei GM Europa. Der Volkswirt und Ingenieur gilt als ausgewiesener Produktexperte.

Henderson und sein bisheriger Stellvertreter Forster haben GM in Europa mit dem Abbau von knapp 10 000 Stellen weitgehend saniert. Das Restrukturierungsprogramm vom März 2005 wurde von beiden gemeinsam ausgehandelt und soll Opel und die Schwestermarken nach mehreren verlustreichen Jahren wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Im zweiten Quartal hatte GM Europa erstmals seit fünf Jahren wieder einen Quartalsgewinn verbucht. „Forster wird diesen Weg weitergehen“, teilte das Unternehmen mit. dpa

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