Wirtschaft : Forum in Cottbus diskutiert Wirtschaftspotenziale in Ostdeutschland

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Die Ost-Erweiterung der Europäischen Union ist eine große Chance für die Wirtschaft in den neuen Bundesländern. Auf dem Forum Ost der "Lausitzer Rundschau" in Cottbus diskutierten am Donnerstag rund 300 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik zum Thema "Wirtschaftspotenziale in Ostdeutschland - Chancen für den Arbeitsmarkt". Positive Impulse gebe es vor allem von dem Nachbarland und Beitrittskandidaten der Europäischen Union, Polen. So betrugen die Ausfuhren Deutschlands dorthin im ersten Halbjahr 1999 rund 11,3 Milliarden Mark. Polens Wirtschaft wird im Jahr 2000 voraussichtlich um 5,2 Prozent wachsen.

In einer Podiumsdiskussion unter Leitung des n-tv-Chefredakteurs Helmut Brandstätter setzten sich unter anderem der Ministerpräsident Brandenburgs, Manfred Stolpe, und der Geschäftsführer der Firma Siemens in Warschau, Karol Romanowski, mit dem Thema Ost-Erweiterung und Beschäftigung auseinander. Eine Konkurrenz durch Arbeiter aus den Beitrittsländern werde es vorerst nicht geben, die Freizügigkeit sei durch Übergangsklauseln beschränkt, betonten vor allem die polnischen Diskussionsteilnehmer. Dagegen verwiesen Andere auf die Chancen für den Arbeitsmarkt durch die zu erwartende Belebung des Handels. Schon jetzt nimmt das Land Brandenburg die Spitzenrolle bei den deutschen Exporten in die mittel- und osteuropäischen Staaten ein. Die Ausfuhren der Brandenburger Unternehmen haben sich in einem Zeitraum von drei Jahren von 478 Millionen Mark auf gut eine Milliarde Mark mehr als verdoppelt.

Mit Wegen aus der Arbeitslosigkeit durch eine zielorientierte Wirtschafts- und Innovationspolitik befasste sich unter anderen auch die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewekschaftsbundes, Ursula Engelen-Kefer. Ein ausführlicher Bericht über das Forum Ost der "Lausitzer Rundschau" folgt in der Sonnabendausgabe.

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