FRANKFURT FINANCE SUMMIT : IWF-Chefin: „Es bleibt noch viel zu tun“

Das internationale Finanzsystem ist nach Ansicht von Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), noch nicht stabil. „Wir haben Fortschritte erzielt, aber es bleibt noch viel zu tun“, sagte Lagarde am Dienstag auf dem „Frankfurt Finance Summit“ vor rund 200 Bankern und Notenbankern, unter ihnen Bundesbank- Chef Jens Weidmann und Deutsche Bank Co-Chef Anshu Jain. Die Struktur eines neuen Systems sei nur zur Hälfte fertig. Besondere Sorgen macht sich die IWF-Chefin mit Blick auf die unregulierten Schattenbanken und auf Hedge Fonds, die nach wie vor ohne jede Kontrolle ihren Geschäften nachgehen könnten. Mittlerweile gebe es Hinweise, dass Schattenbanken und Hedge Fonds ihren Sitz aus Regionen, in denen eine Regulierung oder eine verschärfte Aufsicht drohe, in andere Regionen verlegten. Dringend geboten seien auch Lösungen für systemrelevante Banken. Es sei nicht in Ordnung, so Lagarde, dass Institute immer noch als „Too Big to Fail“ (zu groß, um pleite zu gehen) gelten würden. Die IWF-Chefin sieht zwar Fortschritte bei der Restrukturierung des Bankensektors in Europa. Rund 20 Institute seien abgewickelt, 60 seien massiv umgebaut worden. Aber dies sei nicht genug. ro

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