Wirtschaft : Franzosen bieten 4,7 Milliarden für Energie Baden-Württemberg

Der französische Staatskonzern Electricite de France (EdF) will für 4,7 Milliarden Mark die Anteile des Landes an der Energie Baden-Württemberg (EnBW) kaufen. Ein Angebot in dieser Größenordnung, über das die "Stuttgarter Nachrichten" berichtet hatte, wurde von Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) bestätigt. "Der Betrag ist nicht ganz aus der Welt", sagte Stratthaus am Freitag in Stuttgart. Neben der EdF will auch die RWE (Essen) den 25,01-Prozent-Anteil des Landes an der EnBW kaufen. Die französischen Bieter sind dem Anschein nach allerdings die Wahlkäufer der EnBW-Führungsspitze.

Indes steigt die Dortmunder VEW nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" aus dem Bewerbungspoker um den Einstieg bei den Hamburgischen Electricitäts-Werken (HEW) aus. Der schwedische Bewerber Vattenfall, der größte skandinavische Energiekonzern, gelte inzwischen als aussichtsreichster Kandidat für beim Zuschlag für das zum Verkauf stehende Aktienpaket der Hansestadt, berichtet das Blatt weiter.

"Wir werden unsere Bewerbung nicht aufrecht erhalten", bestätigte VEW-Sprecher Jochen Draht. Sein Unternehmen wolle sich ganz auf die Fusionsgespräche mit RWE konzentrieren. "Aus kartellrechtlichen Gründen scheint uns deswegen die Bewerbung um einen Einstieg bei den HEW wenig aussichtsreich." Das gilt laut "Abendblatt" offenbar auch für Preussenelektra als drittem Bewerber um das Aktienpaket von 25,1 Prozent, das die Stadt Hamburg zum Verkauf anbietet. Es zitiert einen Branchenkenner, ein Gebot aus Hannover habe "keine Chance". Auch Preussenelektra bereitet sich derzeit auf eine Fusion vor, nämlich die Veba/Viag-Fusion.

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