Freihandelsabkommen TTIP : "Die NSA-Affäre belastet"

Das Freihandelsabkommen wird wohl kommen, aber der Weg dahin ist holprig. Meint jedenfalls Bernhard Mattes, Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) im Gespräch mit dem Tagesspiegel.

Christoph von Marschall
Wo geht's lang zum Freihandelsabkommen? Der deutsche Ford-Chef Bernhard Mattes im Gespräch mit Angela Merkel.
Wo geht's lang zum Freihandelsabkommen? Der deutsche Ford-Chef Bernhard Mattes im Gespräch mit Angela Merkel.Foto: picture-alliance

Bernhard Mattes, Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany), glaubt trotz aktueller Schwierigkeiten an einen Erfolg des Freihandelsabkommens TTIP zwischen der EU und den USA. "Ich bin nach wie vor optimistisch, dass die Verhandlungen zügig gelingen und auch die Ratifizierung in den Parlamenten hier in Europa und in den USA", sagte Mattes dem Tagesspiegel (Montagausgabe). "Wenn man Zölle abbaut, wird Geld frei für Innovationen und Investitionen. Größer noch sind die Vorteile, wenn beide Seiten sich auf gemeinsame Standards einigen oder die geltenden Normen und Regeln gegenseitig anerkennen."

Mattes, der auch Vorstandsvorsitzender der deutschen Ford-Werke ist, räumte ein, dass die NSA-Affäre das ganze Vorhaben belaste. "Die Empörung über die NSA-Affäre ist zu spüren. Da ist viel Verunsicherung, und die wirkt auch in den TTIP-Verhandlungen nach." Es sei nun eine Aufgabe der Politik, "Lösungen zu finden, die Amerikas Bedürfnis nach Sicherheit und Deutschlands Wunsch nach Datenschutz gerecht werden", sagte Mattes dem Tagesspiegel. Das komplette Interview finden Sie in der Montagsausgabe.

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