Freizeitpark-Projekt : Kein ''Euroworld'' in Sperenberg

Von 36.000 neuen Arbeitsplätzen war die Rede - doch nun ist das milliardenschwere Freizeitpark-Projekt "Euroworld" in Sperenberg offenbar gescheitert.

SperenbergWie Wilfried Eysell, Aufsichtsrat der Euroworld Holding AG, dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte, wird "Euroworld in Sperenberg definitiv nicht verwirklicht". Die Holding werde demnächst "wohl aufgelöst".

Nach den Plänen des Kaufmanns Jürgen Kahl sollten auf dem früheren Militärflugplatzgelände in Sperenberg südlich von Berlin eine neue Stadt und ein gigantischer Freizeitpark entstehen, der den europäischen Kontinent im Maßstab 1:800 nachgebildet hätte. Die Anlaufkosten wurden mit 7,5 Milliarden Euro beziffert, von rund 36.000 neuen Arbeitsplätzen war die Rede.

Als Grund für das Aus seien Schwierigkeiten mit dem Denkmalschutz genannt worden, schreibt "Der Spiegel". Gleichzeitig sei eine Entscheidung des Schweizer Kantonsgerichtes St. Gallen bekanntgeworden, das den "Euroworld"-Vorstand Kahl am 10. September in zweiter Instanz wegen mehrfacher Veruntreuung, ungetreuer Geschäftsbesorgung und Misswirtschaft zu 14 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt habe. Hintergrund seien Kahls frühere Geschäftspraktiken in der Schweiz. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig, Kahl will dem Bericht zufolge in Revision gehen. (mit ddp)

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