Wirtschaft : Fresenius-Gruppe: Der Konzern profitiert vom festen Dollar

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Die Fresenius-Gruppe hat mit ihren Zahlen für das dritte Quartal die Erwartungen des Marktes leicht übertroffen. Den Aktien des Gesundheits-Konzerns, die in den vergangenen Monaten bereits deutlich zulegten, konnte der relativ kräftige Gewinnanstieg allerdings keinen weiteren Auftrieb mehr geben.

Fresenius Medical Care (FMC), das wichtigste Unternehmen der Gruppe, steigerte den Nettogewinn in den ersten neun Monaten des Jahres um 23 Prozent auf 153 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr bekräftigte der FMC-Vorstand am Dienstag die Prognose, das Ergebnis um rund ein Viertel zu steigern. Der Gewinn je Aktie legte in den ersten neun Monaten um elf Prozent auf 1,74 Dollar zu. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Bereinigt um die starke Dollaraufwertung sind die Erlöse nach Angaben des Unternehmens um 13 Prozent gestiegen. Die im Dax notierte FMC betreibt weltweit mehr als 1200 Kliniken für Dialysepatienten und gilt auf diesem Gebiet als Marktführer. Das Unternehmen expandiert seit Jahren durch den internationalen Ausbau seines Kliniknetzes und eine wachsende Zahl von Patienten.

Die Fresenius AG, die eine Kapitalmehrheit bei FMC hält und den Dialysekonzern daher voll konsolidiert, steigerte ihren Konzernumsatz in den ersten neun Monaten um 24 Prozent auf 4,44 Milliarden Euro und den Gewinn nach Steuern um 40 Prozent auf 194 Millionen Euro. Da der Konzern im Gegensatz zu FMC in Euro bilanziert, leistete hier die Dollaraufwertung erheblichen Rückenwind. Bereinigt um diesen Effekt stiegen die Erlöse noch um 14 Prozent und der Gewinn um 24 Prozent. Für das Gesamtjahr stellt Fresenius ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 10 Prozent in Aussicht. Das Ergebnis werde weiterhin deutlich stärker zulegen als der Umsatz.

Zweitwichtigste Einheit des Konzerns nach FMC ist die Gruppe Fresenius Kabi, die das Geschäft mit medizinischer Ernährung und Infusionslösungen betreibt. Sie verbuchte bis Ende September ein Umsatzplus von 16 Prozent auf 816 Millionen Euro, wozu neben Wechselkurseffekten auch die erstmalige Konsolidierung eines Gemeinschaftsunternehmens in China beitrug.

Bei der Engineering- und Servicegesellschaft Fresenius Pro-Serve stiegen die Erlöse abrechnungsbedingt um mehr als ein Drittel auf 205 Millionen Euro, während der Auftragseingang auf dem Vorjahresniveau stagnierte.

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