Wirtschaft : Fresenius Medical Care verdient mehr

Dialyse-Unternehmen gewinnt neue Patienten und bestätigt Erwartung für das Gesamtjahr

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Berlin (pet). Das Bad Homburger Medizintechnikunternehmen Fresenius Medical Care (FMC) hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert und die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. „Wir verfügen über eine sehr gute Ausgangsposition, unsere Ziele für das Gesamtjahr 2003 zu erreichen“, teilte FMCKonzernchef Ben Lipps am Dienstag in Bad Homburg mit.

Fresenius Medical Care ist die größte von vier Unternehmenssparten des Gesundheitskonzerns Fresenius. FMC verkauft Geräte für die Blutwäsche und behandelt Patienten mit chronischem Nierenversagen in 1540 eigenen Dialyse-Kliniken. Während die FMC-Aktie im Dax notiert ist, ist die Mutter Fresenius nur im M-Dax gelistet.

FMC hat im dritten Quartal den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar gesteigert. Das operative Ergebnis kletterte um 18 Prozent auf 197 Millionen Dollar. Die Gewinnmarge stieg von 13 auf 14 Prozent. Grund dafür seien gestiegene Behandlungszahlen – plus neun Prozent auf 13,2 Millionen – und Kosteneinsparungen in den USA. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten. Die FMC-Aktie legte am Dienstag um 1,8 Prozent auf 50,55 Euro zu und gehörte damit zu den Gewinnern im Dax.

Für das Gesamtjahr erwartet FMC-Chef Lipps nach wie vor einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich und beim Jahresüberschuss ein Plus im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Die Erlöse des Mutterkonzerns Fresenius gingen in den ersten neun Monaten um fünf Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zurück. Probleme bereitet nach wie vor der im Verhältnis zum Euro schwache Dollar. Die Fresenius AG, die anders als FMC in Euro bilanziert, erwirtschaftet die Hälfte des Gesamtumsatzes in Nordamerika. Der Gewinn vor Steuern legte um vier Prozent auf 404 Millionen Euro zu. Die Konzerntöchter FMC und Kabi (künstliche Ernährung) hätten sich positiv entwickelt. Dagegen habe die sinkende Bettenauslastung in deutschen Kliniken die Entwicklung bei Proserve (Gesundheitsleistungen) belastet, teilte Fresenius mit.

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