Wirtschaft : Fresenius peilt eine Milliarde Gewinn an

Bad Homburg - Ein Rekordgewinn und für die Aktionäre die 20. Dividendenerhöhung in Folge: Der Gesundheitskonzern Fresenius zeigt sich im 100. Jahr seines Bestehens topfit. Der Gewinn kletterte, wie Vorstandschef Ulf Schneider am Dienstag berichtete, im vergangenen Jahr um 22 Prozent auf 938 Millionen Euro, der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. „Auch 2012 haben wir neue Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis erreicht. Allein in den letzten zehn Jahren konnten wir unser Konzernergebnis mehr als verachtfachen“, sagte Schneider. Bereits im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen die eigentlich erst für 2014 geplante Milliardenschwelle beim Gewinn überspringen.

Vor allem die guten Geschäfte der auf Infusionen und Generika ausgerichteten Tochter Kabi sowie des Krankenhausablegers Helios mit 72 Kliniken brachten den Umsatz nach vorn. Hier wie auch bei den anderen Sparten Fresenius Medical Care – als Gesellschaft ebenfalls im Dax gelistet – und Fresenius Vamed ging es bei Umsatz und Ergebnis mit zweistelligen Prozentsätzen nach oben. Die im vergangenen Jahr gescheiterte Übernahme der Krankenhaus-Kette Rhön-Klinikum wirkte sich nicht negativ aus. Prinzipiell stehe man nach wie vor zu dem 2012 vorgelegten Übernahmekonzept, sagte Schneider. Das Geschäft war gescheitert, weil Fresenius-Konkurrenten bei Rhön eingestiegen waren.

Die Dividende soll erneut steigen, diesmal von 0,95 auf 1,10 Euro je Aktie. Allerdings schüttet Fresenius im Vergleich zu anderen Unternehmen einen vergleichsweise geringen Teil des Gewinns aus. Für 2012 sind es 196 Millionen Euro. Künftig soll die Ausschüttungsquote zwischen 20 und 25 Prozent liegen.

Für das laufende Jahr kalkuliert Fresenius-Chef Schneider beim Umsatz mit einem Plus zwischen sieben und zehn Prozent, so dass die Umsatzschwelle von 20 Milliarden Euro erstmals überwunden werden dürfte, und mit einem Plus beim Konzernergebnis zwischen sieben und sogar zwölf Prozent. ro

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