Wirtschaft : Fresenius-Tochter baut 400 Klinikarbeitsplätze ab

Deutsche Krankenhausgesellschaft will mehr ambulant behandeln und wirtschaftlicher arbeiten

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Die Wittgensteiner Kliniken AG, die zum FreseniusKonzern gehört, will bis zu 400 der 7550 Arbeitsplätze streichen. Damit wolle der Klinik-Verbund frühzeitig den aktuellen Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen begegnen und die Weichen für eine starke Stellung im Krankenhausmarkt stellen, teilte Fresenius am Dienstag mit. Der Wegfall der Jobs soll spätestens 2005 bis zu 25 Millionen Euro jährliche Ersparnis bringen. Ebenfalls in Reaktion auf die Eckpunkte zur Gesundheitsreform hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) eine weitergehende Öffnung der Krankenhäuser für ambulante Behandlungen gefordert. Damit könne eine bessere Qualität im Gesundheitssystem und mehr Wettbewerb erzielt werden, sagte DKG-Sprecherin Susanne Renzewitz am Dienstag bei der Präsentation eines Gutachtens. Die Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung behindert dem Gutachten zufolge in einigen Gesundheitsbereichen Qualität und Wirtschaftlichkeit. Die strikte Abgrenzung könne nur durch einen „Reformsprung“ überwunden werden, sagte der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem, der das Gutachten für die DKG erstellt hatte. Er sagte, vielfach sei es sinnvoll, wenn sich „ein Akteur über die Sektorengrenzen hinweg verantwortlich fühlt, die medizinische Versorgung zu gestalten“. Dies gelte insbesondere dann, wenn es bei der Behandlung einen häufigen Wechsel zwischen ambulanter und stationärer Versorgung gebe. dpa

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