Wirtschaft : FRESTYL

Großen Erfolg hatten sie schon, aber Geld konnten sie keines verdienen: Johanna Brewer, Emanuela Tumolo und Arianna Bassoli haben in Rom die wichtigste und populärste Internetseite für Livemusik-Konzerte betrieben, mit mehr als 2000 aktiven Nutzern, die regelmäßig Artikel und Informationen beisteuerten. „Wir sind umsonst in alle Konzerte gekommen, aber leben konnten wir

davon nicht“, sagt Johanna Brewer, Programmiererin aus den USA und wie ihre beiden italienischen Mitgründerinnen im Besitz eines Doktortitels. Also hätte das Team über eine Geschäftsidee nachgedacht, die sich mit der Vorliebe für Livemusik verbinden lasse. „Wir sind am Ende in Berlin gelandet, weil uns das Accelerator-Konzept des Start-up-Bootcamps überzeugt hat und weil die Stadt über eine sehr lebendige Musikszene verfügt.“

   In den vergangenen Monaten haben die drei einen kostenfreie App entwickelt, die dem Nutzer einen Überblick über Livemusik in der Hauptstadt bietet. Da sind sie zwar nicht die Ersten, „aber andere Apps machen nur zwei, drei Vorschläge pro Tag, und das wird Berlin nicht gerecht“, betont Brewer. Für das Start-up arbeiten zurzeit zehn freie Kenner der Berliner Musikszene, die Konzerte auswählen und vorschlagen. Geld verdienen die Unternehmerinnen, indem sie mit Konzertveranstaltern zusammenarbeiten. „Wir ermöglichen ihnen, sich bei uns zu präsentieren, Konzert-Infos zu liefern und den Nutzern besondere Angebote zu unterbreiten“, schildert Brewer.

   Für jeden Konzertgast, der sich für eine bei Frestyl angebotene Sonderaktion entscheidet, erhält das Start-up einen Euro. Die Veranstalter wiederum erhalten hinterher ein übersichtliches anonymisiertes Feedback: Welche Rabattaktion hat wie gut funktioniert und zu welchen Konzerten gehen meine Gäste sonst so? Die App fürs iPhone ist seit dieser Woche zu haben, die Android-Version ist in Arbeit. 200000 Euro Kapital hat Frestyl bisher aufgewendet, vom Start-up-Bootcamp und vom Telekom-Inkubator Hubraum.

www.frestyl.com

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