Wirtschaft : Freude

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„Das Ergebnis zeigt, dass uns kein Absturz in die Rezession bevorsteht. Die deutsche Wirtschaft ist international wettbewerbsfähig. Erfreulich ist die Entwicklung bei den Investitionen. Die Verbraucher sind aber weiterhin pessimistisch. Das dürfte an den ungünstigen Einkommenserwartungen aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage liegen. Allerdings wird sich hier die Situation in der zweiten Jahreshälfte entspannen, der Abbau sozialversicherungspflichtiger Jobs wird dann beendet sein. Im Vergleich der Jahre 2004 und 2005 werden wir dennoch einen Abbau von 130000 dieser Stellen verzeichnen. 2006 sollte es wieder einen Zuwachs geben. Für das gesamte Jahr halte ich an der Einschätzung des Sachverständigenrats mit einem Wachstum in der Größenordnung von einem Prozent fest.

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Optimismus

Michael Heise, Allianz-Chefvolkswirt:

„Das starke Wachstum zeigt, dass es der deutschen Wirtschaft nicht so schlecht geht, wie behauptet. Für die Stimmung ist das prima, vielleicht werden die Verbraucher nun endlich optimistisch und geben Geld aus. Und die Unternehmen werden angesichts hoher Sachkapitalrenditen und niedriger Kreditzinsen Investitionen nachholen und für eine beschleunigte Nachfrage sorgen. Kurzfristig muss man die Euphorie aber dämpfen, denn die jüngsten Stimmungsindikatoren zeigen Skepsis bei Firmen und Konsumenten. Deshalb müssen wir uns im zweiten Quartal auf ein deutlich niedrigeres Wachstum einstellen. Einen sich selbst tragenden Aufschwung werden wir im späteren Jahresverlauf bekommen. Insgesamt korrigieren wir unsere Wachstumsprognose von 0,8 auf 1,0 Prozent nach oben."

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