Friedrichstraße in Berlin : So sieht die Deutsche Bank die Filiale der Zukunft

Die Deutsche Bank hat umgebaut - zumindest in der Friedrichstraße. Hier soll Digitales auf Menschlichkeit treffen. Dabei schließt das Geldhaus fast die Hälfte seiner Berliner Filialen.

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Das "Quartier Zukunft" der Deutschen Bank in Berlin setzt auf Menschen am Empfang und digitales Bezahlen.
Das "Quartier Zukunft" der Deutschen Bank in Berlin setzt auf Menschen am Empfang und digitales Bezahlen.Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Nicht weniger als die „modernste Filiale“ Europas soll das „Quartier Zukunft“ der Deutschen Bank in der Berliner Friedrichstraße 181 sein. Am Donnerstag wurde sie nach intensivem Umbau wieder für die Kunden geöffnet. 2005 hatte die Filiale schon auf Digitales und einen Mix aus Café und Bank gesetzt, damals unter dem Namen "Berliner Bank der Zukunft". Jetzt wurde die Niederlassung modernisiert.

Bei der Eröffnung erklärte Filialleiterin Nadin Chucher, wie man versucht habe, Menschlichkeit und Digitalisierung zu verbinden. Die Touchscreens, die früher am Eingang standen, wurden wieder durch menschliche Mitarbeiter ersetzt. Der Bankberater der Zukunft sei ein Coach, denn „der Kunde muss inspiriert werden, er kann ja alles von zu Hause aus machen“, so Chucher.

Der Gang zur Bank muss sich lohnen, denn der Weg dorthin wird länger. Die Deutsche Bank wird bis Ende 2017 die Hälfte ihrer 80 Berliner Filialen schließen, die teilweise noch Filialen der Berliner Bank sind. So wie diese Filiale, deren Umbau rund fünf Millionen Euro gekostet hat, wird aber zunächst keiner der anderen.

In der Filiale der Zukunft setzt man auf bargeldloses Bezahlen, auch im Café und im Shop. Jeder Mitarbeiter hat sein eigenes Tablet, um den Kunden mobil, auch in einer der vielen Sitzecken, beraten zu können. Derweil werden auch die Kinder betreut. Kunden mit viel Zeit unternehmen noch einen virtuellen Flug über Berggipfel – mit einer VR-Brille und einem Simulator, auf den sich der Kunde auflegt. Ob das den Älteren zusagt, bleibt abzuwarten. Die jungen Menschen will die Bank mit ihrer Einrichtung aber ebenfalls ansprechen. Sie betreue an dem Standort nach eigener Aussage tausend Berliner Start-ups. Dafür stehen Arbeitsplätze im "Gewächshaus" zur Verfügung.

Fünf Millionen Euro hat die Bank investiert, um die Filiale in der Berliner Friedrichstraße neu zu gestalten.
Fünf Millionen Euro hat die Bank investiert, um die Filiale in der Berliner Friedrichstraße neu zu gestalten.Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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