Wirtschaft : Frisches Kapital für die WestLB Sparkassen helfen

der Landesbank in NRW

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Düsseldorf – Die Eigentümer der Westdeutschen Landesbank (WestLB) haben sich nach langem Streit auf eine Kapitalerhöhung für das öffentlichrechtliche Institut geeinigt. Nach Angaben des Düsseldorfer Finanzministeriums wird die Kapitalspritze in Höhe von 1,5 Milliarden Euro je zur Hälfte von den Sparkassen-Verbänden im Rheinland und in Westfalen geschultert. Das Land als weiterer Gesellschafter der WestLB wird sich an der Maßnahme nicht beteiligen. Als Begründung werden die leeren öffentlichen Kassen genannt.

Für die Kapitalerhöhung ist noch die Zustimmung der Sparkassen-Verbandsversammlungen erforderlich. Strittig war die Maßnahme vor allem bei den rheinländischen Anteilseignern. Neben den Sparkassen sind das Land Nordrhein-Westfalen sowie zwei kommunale Verbände (Landschaftsverbände) indirekt Eigentümer der WestLB. Der neue WestLB-Chef Thomas Fischer hatte die Kapitalerhöhung bei den Aktionären beantragt, um der finanziell angeschlagenen Bank ein gutes Rating zu sichern. Dieses Rating ist wichtig, wenn sich die Bank selbst Geld besorgen will. Bisher sorgten umfangreiche Staatsgarantien für Bestnoten. Diese Garantien fallen aber 2005 weg. Die WestLB verzeichnete durch riskante Auslandsgeschäfte Verluste von insgesamt rund 3,6 Milliarden Euro.

Bankenchef Fischer hatte erst kürzlich darauf hingewiesen, dass mit dem von der EU erzwungenen Wegfall der Staatsgarantien der Konzentrationsprozess unter den Landesbanken beschleunigt würde. Nach seiner Einschätzung werden von den derzeit elf Instituten in Deutschland nur drei übrig bleiben, plus einem neuen, international tätigen Spitzeninstitut der Sparkassen. dpa/fo

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